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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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^ Friedrichs Gegner: Das deutsche Reich.

! den Kaiser beobachten, wenn dieser ihm Recht gewähre. Erhabe mit dem Kaiser als solchem so wenig wie mit dem ge-sanimten Reiche, dessen Frieden er noch eben durch seinen x

Neutralitätsvertrag mit England habe erhalten wollen, irgendetwas zu thun, sondern nur mit denjenigen Reichsständen,

> die sich gegen ihn verschworen, und mit der Kaiserin MariaTheresia, welche ja sogar Krieg gegen Kaiser Karl VII. ge-

i führt und es mit Kurbaiern, Kurpfalz uud anderen Reichs-ständen ebenso wie er mit Sachsen gemacht. Er habe dieI Kaiserin nicht bei dem Kaiser verklagen können, sie würde! auch dessen papicrne Befehle verlacht haben, und darauf diel Russen auch nicht zurückgegangcn sein.

> Friedrichs Gelehrte konnten aus der Reichsgeschichte ge-nug Beispiele anführcn, wie wenig die Reichsgesetze von den

l Kaisern selbst und den Reichsständcn beobachtet worden wa-j rcn, wie iKaiscr Leopold auf die bloße Vermuthung, diebairischen Rüstungen wären gegen Oesterreich gerichtet, imJahre 1703 in Baicrn eingefallen sei, und Kaiser Josepht den Einfall Karls XII. von Schweden in Sachsen nicht fürI einen Rcichsfricdcnsbruch gehalten.

I Friedrich lehnte daher die ihm gemachten Vorwürfe desI Friedensbruchs ab und meinte, man werde leicht entdecken,daß Alles nur dahin ziele, auch durch' das Hercinzichen frem-der (russischer und französischer) Truppen ihn, den einzigenmächtigen evangelischen Rcichsstand und die größte Stützeder reichsständischen Freiheit, zu unterdrücken, und wie imDreißigjährigen Kriege beabsichtigt worden, Deutschland un-i ter das Joch zu bringen und die mit Gut und Blut erwor->

^ bene Religionsfreiheit unter die Füße zu treten. Er ver-^ höhnte das Wortgcpränge, mit welchem Maria Theresia sichzur Verthcidigerin der deutschen Freiheit gegen ihn aufwerfe.

In der That aber dachten weder Prcussen noch Oesterreichan die deutsche Freiheit, von der sie so viel sprachen, mehr,als ihnen gerade vortheilhaft war.

Dann protcstirte Friedrich gegen die Zudringlichkeitender Reichsdecrcte, behielt sich als König und als Kurfürstwegen der ihm zugcfügtcn Beleidigungen die gebührendeGcnugthuung vor, und trug darauf an die Kaiserin für eine