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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Erstes Hauptstück.

sondern diesem fortwährend cntgegenarbcitete'). In Ruß-land war es hauptsächlich die Persönlichkeit der Kaiserin Eli-sabeth und fremdes Geld, was die Richtung der Politik be-1756 stimmte. Die Kaiserin ließ, sogleich nach erhaltener Nachricht6. Sept. von dem Einfalle Friedrichs II. in Sachsen, dem Könige vonPolen mindestens verhältnißmäßige Genugthuung für denvon dem verwegenen Friedensbrecher angerichteten Schadenzusichern. Sie zeigte sich auch zu jeder Gewaltmaßregel be-reit, um der Macht Friedrichs II. angemessene Grenzen zusetzen °). Sie trat daher nicht nur 31. December 1756 demam 1. Mai dieses Jahres zwischen Oesterreich und Frank-reich abgeschlossenen Neutralitätsvertrage bei^), sondern schloßauch 22. Januar 1757 mit Maria Theresia ein übrigens sei- 'nem Inhalte nach nicht bekanntes Bündnis), welches wahr-scheinlich den Besitz des Königreichs Preussen für Rußlandwenigstens in Aussicht stellte, während Frankreich jeder Aus-dehnung Rußlands entgegen war"). Die Franzosen glaub-ten auch, der Vicekanzler Woronzof wäre für Preussen undbetröge die Ocsterreicher"). Dem früher von England besto-chenen Kanzler Bestuschef war daher nicht zu trauen. Fried-rich II. hatte ihm eben noch 100,000 Thaler anbieten lassen,um ihn für sich zu gewinnen. Frankreich bot ihm 10,000Dukaten, die er ablehnte ^). Außerdem war der zum Nach-folger bestimmt^ Neffe, Großfürst Peter, völlig für Fried-rich II. eingenommen, den er enthusiastisch bewunderte, mitdem er seit 1755 in geheimem Briefwechsel stand und ihmwährend des Krieges"), soviel ihm möglich war, von allem,was er über das russische Heer und den Hof erfahren konnte,Nachricht gab. Seine Gemahlin, die Großfürstin Katharina,war für England, von dem sie Geld erhielt. Hatten nun

1) Stuhr I. S. 277292.

2) Stuhr I. S. 70.

3) IVIsrtkns, ktecueil 8uppl. III. p. 33.

4) 8vIiöII, List. ä. trsit. III. p. 24. ^

5) Stuhr I. S. 288.

6) Stuhr I. S. 281.

7) Stuhr I. S. 304.

8) Stuhr I. S. 300.