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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Das sächsische Heer ergibt sich. 17

wider seinen Willen zu dienen, das ist genug." Er übernahmdie Unterhaltung des sächsischen Heeres und sicherte demsel-ben zu, daß es regelmäßiger wie früher, vielmehr so wie seinHeer bezahlt würde. Der Königstein sollte während desKrieges neutral bleiben. Die Festung Sonnenstein bei Pirna,mit 100 Mann Besatzung und 100 Geschützen, hatte sich be-reits am Tage vorher ergeben und der Commandant dabeibesonders für Erhaltung seines Eigenthums gesorgt, geradewie im Jahre 1806 preussische Befehlshaber. Die sächsischenTruppen wurden von den Preußen sogleich mit den ihnenso nöthigen Lebensmitteln versehen; der König wollte siegern sämmtlich als preussische Soldaten betrachten: er mochtehoffen, daß diese, sämmtlich Protestanten, lieber ihm, dersich als den Verfechter der Freiheit der Evangelischen angab,dienen würden, als ihrem katholischen Landesherrn; alleindie Sachsen waren von diesem in ihrem Glauben nie beein-trächtigt worden und die Unterthanentreue war bei ihnenviel stärker als die Abneigung gegen die ihnen unschädlicheReligion ihres Landesherrn. Es kam der preussische Gene-ral Ingersleben in das sächsische Lager, um den Truppenden Eid für den König von Preußen abzunehmcn. DerFeldmarschall Rutowsky erklärte dagegen, er sei nur bevoll-mächtigt die Waffen strecken zu lassen, nicht aber von demgeschwornen Eide zu entbinden, worauf Friedrich II. auf dieEidesleistung in dieser Form verzichtete. Es wurden nunin den folgenden Tagen preussische Officiere zu den Truppengeschickt; und angegeben, wer von ihnen dem Könige vonPrcussen schwören wolle, werde vom Könige von Polen denAbschied erhalten, als preussischer Soldat geachtet und ver-pflegt werden; dabei wurde erklärt, wer nicht schwören wolle,werde Kriegsgefangener sein und keinen Sold erhalten. Manspiegelte den Soldaten vor, der König von Polen habe siedem Könige von Prcussen überlassen; einzelne preussische Of-ficiere versicherten auf ihre Ehre, die Regimenter würden ihrealten sächsischen Namen behalten und nicht aus Sachsen weg-geführt werden. Allein ungeachtet des anfänglich freundli-chen Zuredens und der dann angewendeten Schcltworte undStockschläge war der Widerwille der Sachsen doch so groß,Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. V. 2