Einmarsch in Sachsen.
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angreifen zu wollen, gebe, wolle er sogleich seine Truppen^ zurückziehen. Maria Theresia ließ ihm antworten: nacheinem so unzweideutigen Angriffe könne von keiner andernI Antwort die Rede sein, als welche sie ihrer Zeit gut finden! würde auf das preussische Manifest zu ertheilen, da die
j früher gegebene Antwort Alles enthalte, was sie ohne Ver-j letzung ihrer Würde erklären könne, indem der Vorschlag
des Königs, die bestehenden feierlichen Friedensschlüsse ineinen Waffenstillstand zu verwandeln, natürlich keiner Er-klärung fähig wäre. Nunmehr konnte Friedrich unterkeiner Bedingung ein fremdes Heer in seinem Rücken, stehen lassen.
Vergeblich erbot sich König August auf sein königlichesWort zur Parteilosigkeit, selbst ungeachtet seines Bündnisses! mit Oesterreich, diesem keine vertragsmäßige Hülfe zu lei-sten, ferner Wittenberg, Torgau und sogar Pirna denPreusscn zu übergeben und das Heer auf ein Drittheilherabzusetzen, es auseinandergehen zu lassen und im Lande,wie es die Preuffen für ihre Sicherheit nöthig halten wür-den, zu verthcilen, — wogegen diese aber sein Land sogleichräumen und alles in den vorigen Stand setzen sollten. DemKönige von Preuffen genügte das nicht, weil man das Heerleicht hätte wieder ergänzen können, und weil er den Besitzdes Landes, welches er in seinen Händen hatte, nicht wieder! ausgebcn wollte. Doch trug er durch den General Winter-
! selb dem Könige mündlich ein Bündniß gegen Oesterreich
auf gemeinschaftliche Gefahr und Vortheil an. Als Augustdas als mit seiner Ehre unverträglich ablchntc, weil er mitOesterreich ein Schutzbündniß habe, so verlangte Friedrichendlich Ueberlassuug des sächsischen Heeres und Landes fürdie Dauer des Krieges. August verweigerte das, ermahnte IS. Sept.vielmehr in einer Bekanntmachung, welche von jeder Haupt-mannschaft besonders, und in der Betstunde auch noch von^ den Geistlichen verlesen werden mußte, die Truppen für
j ihres Königs und für ihre eigene Ehre den letzten Bluts-
tropfen zu opfern, weil der König von Preuffen nicht nurdarauf bestehe Sachsen völlig im Besitze zu behalten unddie treuen Unterthancn völlig zu ruiniren, sondern ihm auch