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Buch Mi. Erstes Hauptstück.
berg ein gegen das Brandenburgische hin gelegenes Boll-werk, boten 15,000 Bauern zur Befestigung Torgaus auf,bemächtigten sich überall der Zeughäuser, der Montirungs-kammern, der öffentlichen Kassen und der Münze, entwaff- !neten die Leipziger Stadtmiliz und nahmen völlig Besitz Ivom Lande, dessen Bewohnern sie Schutz und Sicherheit, >namentlich in Beziehung auf die ungestörte Haltung derLeipziger Messe zusagtcn.
Der König von Polen war anfänglich nicht wenig be-treten über die ihm gemachte preussische Erklärung, willigtezwar gezwungen in einen unschädlichen Durchmarsch und jbat um Schonung für sein Land, erklärte jedoch durchaus >keinen Anthcil an den Mißhelligkeiten zwischen Preussenund Oesterreich zu haben. Dann, bei der Nachricht vondem gewaltsamen Verfahren der Preussen, beschwerte er sich ^darüber, protestirtc darauf gegen die Beschlagnahme seinesLandes und verlangte dessen baldige Räumung. Anfänglichwollte er mit seinem Heere durch Böhmen nach Polen mar-schiren, dann beschlossen die Generale, aus Mißtrauen gegenOesterreich und in Hoffnung auf ein billiges Abkommenmit Preussen, im Lager bei Pirna das Aeußerste abzuwar-ten und sich dort möglichst zu befestigen, während dieOestcrreicher den Marsch der Sachsen nach Böhmen drin-gend wünschten und den Entsatz ablehnten; dann hielten diesächsischen Generale ein Durchschlagen nach Böhmen nichtmehr für möglich.
Friedrich hoffte immer noch den König August für sichzu stimmen, war aber seinen Absichten dadurch hinderlich,daß er den ihm mit Recht ungemein verhaßten Brühl,in dessen Händen König August war, da er ihn nicht ge-winnen konnte, auf das Tätlichste beleidigte, indem er sichgegen den König August darüber beklagte, daß dieser denRathschlägen eines Menschen folge, dessen feindselige Gesin-nungen ihm bekannt wären und dessen schändliche Anschlägeer beweisen könne, der aber zu tief unter ihm stehe, um ihneiner Erwähnung würdig zu achten. Er hatte der Kaiserin2. Sept. nochmals anzeigen lassen: wenn sie die schon früher verlangteErklärung, ihn weder im laufenden noch im nächsten Jahre