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Buch M. Dreizehntes Hauptstück.
man sich in das Spiel mischen, und als Angegriffener die §
Hülfe Frankreichs in Anspruch nehmen könne'). Es wurde §
dem Könige ebenfalls bekannt, daß seine Feinde die Absicht z
hatten, ihn im laufenden Jahre noch nicht anzugreisen, viel- ;
mehr ihre Rüstungen zu vervollständigen, um ihn gemein- <
schaftlich mit aller Macht im nächsten Jahre überziehen zu z
können. Sachsen wollte sich erst auf den Turnierplatz wagen, s
wenn der Ritter (Friedrich) im Sattel wanke. Friedrich > §
glaubte aus den geheimen Mittheilungen, welche er aus Dresden ,
erhielt, dieser ihm ungemein feindlich gesinnte Hof sei ein j
Mitglied des von Kaunitz gegen Preußen gerichteten Bünd- ,
nisses. Das war jedoch nicht der Fall, weil die großen §
Mächte Sachsen nicht als Theilnehmer aufnehmen wollten, <
denn sie besorgten, sie möchten wie im Jahre 1745 Oester- c
reich, durch Sachsens Noch, wenn es von den Preußen über- ,
fallen werden sollte, zum Frieden genöthigt werden und das ,
dresdener Cabinet überhaupt zu große Ansprüche machen"). §Es begann schon das Vorspiel ernster Ereignisse mit ge- 'genseitigen Beschuldigungen und deren Ablehnung. England <
und Preussen verbreiteten, das Bündniß Oesterreichs und Frank- s
reichs sei gegen die Protestanten, Oesterreich dagegen, das <
Bündniß Englands und Preußens sei gegen die Katholiken ,
gerichtet. I
Friedrich rüstete mit der grössten Anstrengung, um den <
Ereignissen in jedem Falle die Stirn bieten zu können. Oester- , Ireich und Rußland rüsteten auch, und zogen in Lievland und i !Böhmen Truppen zusammen, die doch damals noch nicht zu I
fürchten waren. Im Anfänge des Juli indeß war Friedrich l
überzeugt, daß er im nächsten Jahre mit 200,000 Mann !
würde angegriffen werden. Er beschloß seinen Feinden zu- j
vor zu kommen. Mit einem Hauptschlage meinte er, werde ,
sich die furchtbare Verschwörung gegen ihn in Rauch auflö- e
sen. Wenn er Sachsen überfalle, dann Oesterreich bedränge, i
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1) kskutution, Beilage X vom 12. und XI. vom 16. Zuni. ^
2) Das ist durch die Schrift: einige neue Aktenstücke über die Wer- ^anlaffung des siebenjährigen Kriegs, Leipzig, I8ll sehr gut bewiesen!worden.