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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch M. Dreizehntes Hauptstück.

man sich in das Spiel mischen, und als Angegriffener die §

Hülfe Frankreichs in Anspruch nehmen könne'). Es wurde §

dem Könige ebenfalls bekannt, daß seine Feinde die Absicht z

hatten, ihn im laufenden Jahre noch nicht anzugreisen, viel- ;

mehr ihre Rüstungen zu vervollständigen, um ihn gemein- <

schaftlich mit aller Macht im nächsten Jahre überziehen zu z

können. Sachsen wollte sich erst auf den Turnierplatz wagen, s

wenn der Ritter (Friedrich) im Sattel wanke. Friedrich > §

glaubte aus den geheimen Mittheilungen, welche er aus Dresden ,

erhielt, dieser ihm ungemein feindlich gesinnte Hof sei ein j

Mitglied des von Kaunitz gegen Preußen gerichteten Bünd- ,

nisses. Das war jedoch nicht der Fall, weil die großen §

Mächte Sachsen nicht als Theilnehmer aufnehmen wollten, <

denn sie besorgten, sie möchten wie im Jahre 1745 Oester- c

reich, durch Sachsens Noch, wenn es von den Preußen über- ,

fallen werden sollte, zum Frieden genöthigt werden und das ,

dresdener Cabinet überhaupt zu große Ansprüche machen"). §Es begann schon das Vorspiel ernster Ereignisse mit ge- 'genseitigen Beschuldigungen und deren Ablehnung. England <

und Preussen verbreiteten, das Bündniß Oesterreichs und Frank- s

reichs sei gegen die Protestanten, Oesterreich dagegen, das <

Bündniß Englands und Preußens sei gegen die Katholiken ,

gerichtet. I

Friedrich rüstete mit der grössten Anstrengung, um den <

Ereignissen in jedem Falle die Stirn bieten zu können. Oester- , Ireich und Rußland rüsteten auch, und zogen in Lievland und i !Böhmen Truppen zusammen, die doch damals noch nicht zu I

fürchten waren. Im Anfänge des Juli indeß war Friedrich l

überzeugt, daß er im nächsten Jahre mit 200,000 Mann !

würde angegriffen werden. Er beschloß seinen Feinden zu- j

vor zu kommen. Mit einem Hauptschlage meinte er, werde ,

sich die furchtbare Verschwörung gegen ihn in Rauch auflö- e

sen. Wenn er Sachsen überfalle, dann Oesterreich bedränge, i

! k

1) kskutution, Beilage X vom 12. und XI. vom 16. Zuni. ^

2) Das ist durch die Schrift: einige neue Aktenstücke über die Wer- ^anlaffung des siebenjährigen Kriegs, Leipzig, I8ll sehr gut bewiesen!worden.