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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Oesterreich und Rußland.

müssten- Bis dahin aber müsse man das Spiel möglichstverdecken, um den Verdacht, welchen Preussen und Englandbereits hegten, verhindern, also das Vorhaben bis zumwirklichen Ausbruche geheim halten'). Es ist daher 'ge-wiß, daß Kaunitz die bestimmte Absicht hatte, in Verbindungmit Rußland und jedenfalls mit Zustimmung Frankreichs,welches nicht selbst theilnehmen wollte, Preussen anzugreifcn'idaß er in diesem Sinne mit den Hauptmächten verhandelte,ohne daß dabei noch die Rede davon gewesen wäre, einemetwa befürchteten Angriffe von Seiten Friedrich's zu begeg-nen, den Oesterreich auch damals gar nicht besorgen konnteund wirklich nicht besorgte. Daß Kaunitz mit voller Zu-stimmung seiner Kaiserin handelte, lässt sich nicht bezweifeln.

Dem Könige von Preussen blieben die seit 1755 beson-ders lebhaft betriebenen österreichischen und russischen Rü-stungen und Verhandlungen grösstentheils nicht unbekannt.

Die Verträge Oesterreichs mit Frankreich beunruhigten ihnnicht wenig"). Er hatte nicht voraus sehen können, daß einean sich nicht bedeutende Angelegenheit, wie die BeschützungHannovers eine völlige Umwandlung des politischen Systemsin Frankreich bewirken würde, und in der That hatte auchKaunitz, wie wir sahen, nicht Alles, immer aber doch schonsehr viel für sich erreicht. Friedrichs Besorgnisse stiegen, alsMaria Theresia dem englischen Gesandten offen erklärte, sic 13. Mai.betrachte das alte System als nicht mehr vorhanden. Sieund der König von Preussen wären unverträglich mit einan-der, und keine Rücksicht könne sic je veranlassen, in ein Bünd-» zu treten, an welchem er Lheil habe'). Immer nochhatte Friedrich gehofft, durch englisches Geld werde Rußlandfriedlich erhalten werden. Nun erfuhr er, aus den Berichtendes sächsischen Gesandten Flemming in Wien, daß zwar 12 . Zum.Kaunitz jetzt nicht die Absicht habe, daß Oesterreich Preussenangreife, weil Frankreich dagegen sei, daß aber Rußland an-greisen und der Katze die Schelle anhängen solle, worauf

1) Neue Actcnstücke S. 37.

2) Valor! VII. x. 304.

3) Raumer, S. 329. Coxe, Lhl. IV. S. 256.