Unterhandlungen mit England und Oesterreich. 147
und vorzüglich den Interessen Hollands entgegen gewesenwären, weshalb der König selbst Brabant ausgeschlagen habenwürde, wenn man es ihm angebotcn hätte'). Eben ändertensich die Verhältnisse noch mehr zu seinen Gunsten. 1741
Schweden erklärte, durch Frankreich veranlasst, den Krieg 21 . Juli,an Rußland und die Baiern überfielen Passau und begannen 31. Juli,damit tatsächlich den Krieg gegen Oesterreich. Die Franzosensetzten ein Heer Hülfstruppen für den Kurfürsten von Baiernin Bewegung gegen den Rhein, endlich nahm der König nocheine günstige Gelegenheit wahr, sich Breslaus zu bemächtigen.
Achtes Hauptstück.
Einnahme Breslaus und Vertrag von Klein-Schnellendorf.
Der König hatte während der Belagerung Briegs und nochnachher insgesammt über anderthalb Monate im Lager vonMollwitz zugebracht und war erst dann gegen Grottkau vor- 28. Mai.gerückt, um Neipperg, welcher immer noch bei Neisse stand,näher zu sein. Als er hier vergeblich bis auf 1'/- Meile von 9. Juni.Neisse vorgegangen war und Neipperg keine Lust bezeigte, eineSchlacht zu wagen, so lagerte der König sich um Strehlen, 13. Juni,von wo aus er Breslau deckte und seine Verbindungen mitOber- und Niederschlesien leicht behauptete. Unterdessen ließer Glogau und Brieg thätig befestigen, wurde aber häufigdurch die überall umherschwärmende leichte Reiterei der Oester-reicher belästigt, welche sogar dicht vor den Thoren BreslausRindviehheerden wegtrieb, nach Oels, Namslau und Oppelnin Sicherheit brachte und in zahlreichen Gefechten ihren altenKriegsruhm behauptete. Der fühlbare Mangel an tüchtiger
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