Die Freunde.
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berühmten d'Alembert zu gewinnen, dem er die Präsiden-tenstelle der Akademie bestimmt hatte, so gelang ihm dasdoch nicht').
Seinem Bedürfnisse nach geistreichem, wissenschaftlichenUmgänge in täglicher Gesellschaft genügte am meisten nochein Mann eigener Art, der Marquis d'Argens. Dieser Pro-vcncale, Sohn eines Parlamentsraths aus Aix, hatte sichfrüh dem Kriegsdienste gewidmet, den er leichtsinnig wegeneiner Schauspielerin verließ, worauf er einige Zeitlang inConstantinopel nicht minder leichtsinnig als in Frankreichlebte; dann hier wieder in Kriegsdienste trat, den Feldzugvon 1734 mitmachte, durch einen Sturz vom Pferde untüchtigzum Kriegsdienste und von seinem Vater enterbt nach Hollandging, um als Schriftsteller zu leben und dort freier schrei-ben zu können. Seine sehr freisinnigen Schriften erregtenschon die Aufmerksamkeit Friedrich's, als er noch Kron-prinz war; er lud ihn zu sich, allein d'Argens erwiederte, beieiner Länge von 5 Fuß 7 Zoll sei es gefährlich nach Preus-scn zu kommen. Das that er erst nach Friedrich Wilhelm'sTode. Er kam nach Berlin und trat als Kammerherr, eigent-lich als Gesellschafter, in Friedrich's Dienste. Er bat denKönig sogleich, da dieser ihm, dem neuen Democrit, einenZufluchtsort gegeben, so möge er auch den zollfreien Eingangseines Hausgeräthes, das heißt seiner zahlreichen Bibliothekgestatten. Wer jährlich eine Schlacht gewinne, und zweibis drei Provinzen erobere, habe nicht nöthig eine Auflageauf die Philosophie zu legen. Natürlich ließ der König ihmdas nach: d'Argen's besaß weit mehr mannichfaltige und um-fassende als tiefe Kenntnisse, was ihn hier gerade zum Ge-sellschafter besonders geeignet machte. Er war Deist undEpikuräer, bezeichnet«: sich, wie wir sahen als modernen De-mocrit, stimmte also in vielen Hauptgegenständen mit demKönige überein, war heiter, witzig, sehr wohlwollend, dienst-fertig und durchaus uneigennützig. Das machte ihn dem Kö-nige, je näher ihn dieser kennen lernte, sehr werth. Die vie-len Sonderbarkeiten und Eigenheiten des Marquis boten ihm
I) Man sehe auch was Rödenbeck darüber mitthellt. LH. I. S. 123.
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