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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Die Freunde.

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monitz in Böhmen, nach dem Tode Iordan's und Kcyscrlink's: 1745Als ich Ihnen das letzte Mal schrieb, war ich sehr ruhigenGemüths. Ich sah das Unglück nicht voraus, das mich beu-gen sollte. Ich habe in Zeit von drei Monaten meine beidentreuesten Freunde verloren, Menschen, mit denen ich immergelebt habe und deren angenehmer Umgang, Rechtschaffenheitund wahre Freundschaft mich oft in Ueberwindung von Kum-mer oder von Krankheiten unterstützt haben. Für ein fühlen-des Herz, wie das meinige, ist es schwer, den tiefen Kummerzu unterdrücken, den ein solcher Verlust ihm verursache. Ichwerde nach meiner Rückkehr fremd in meinem eigenen Hausesein. Ich sage das zu einer Frau, welche ebenfalls plötzlichviel thcure Wesen verloren und das mit Festigkeit ertragen! hat. Ich bewundere Sie, bin aber nicht im Stande, Ihnen! nachzuahmen." Dann beschwört er sie und Knobelsdorf,

Sorge für die Erziehung von Kcyscrlink's Tochter zu tragen- 1745Am folgenden Tage schrieb er an d'Argens:Ich glaube, 31. Aug.i daß ein wahrer Freund ein Geschenk des Himmels ist. Ach,

! ich habe zwei verloren, um welche ich während meines ganzen

Lebens trauern werde, und deren Andenken nur mit meinemDasein enden wird. Sie sagen, ein Karthäuser könne glücklichsein; ich sage nein! Ein Mensch, der die Wissenschaften pflegtund ohne Freund lebt, ist ein gelehrter Währwolf; mit einemWorte, meiner Meinung nach ist die Freundschaft unentbehr-lich zu unserem Glücke. Von welcher Denkungs- und Ge-müthsart man auch sein mag, so thut das der Freundschaftnichts, aber Rechtschaffenheit ist die erste Eigenschaft, welchedie Seelen vereint, ohne sic ist keine innige Vertraulichkeitmöglich. In diesem Bunde muß man Alles finden, Vergnü-gen, Wissen, Trost und Vortheil."

Fast nach einem Monate schrieb er wieder an den kran- 1745kcn Duhan:Welch ein Unglück, fast zugleich meinen armen 21 .Scpt.

/Jordan und meinen theuern Kcyserlink verloren zu haben.

Sie machten meine Familie aus, und jetzt bin ich wie ver-wittwet, verwaist und in tiefer Trauer. Erhalten Sie mirIhre Gesundheit, und bedenken Sie, daß Sic fast allein nochvon meinen alten Freunden übrig sind."

Als er nach siegreicher Beendigung des zweiten schlcsi-Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. IV. 23