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4 (1851) Von 1739 bis 1756
Entstehung
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Buch VII. Zwölftes Hauptstück.

bung unterhielt er sich über Alles, was ihn als Kronprinzenbereits angezogen, über Grundsätze des Staats und Kriegs,über Poesie, Literatur und Geschichte, besonders mit großerVorliebe über philosophische Gegenstände, über Freiheit undNothwcndigkeit, über Schicksal und Vorsehung, über Ver-gänglichkeit und Unsterblichkeit der Seele, ohne doch darüberfeste Ueberzeugungen zu gewinnen, und aus dem Labyrintheder Zweifel zu kommen.

Wir haben nicht die Absicht, eine ausführliche Schilde-rung des Umgangs und der Privatbeschäftigungen des Kö-nigs, sowie seiner einzelnen schriftstellerischen Leistungen dermannichfachsten Art zu geben, sondern nur hervorzuheben,was unserer Meinung nach für ihn als König bedeutend, ein-flußreich auf seine Handlungs - und Regierungsweise und fol-genreich für seinen Staat war.

Rücksichtlich seines nähern Umgangs hatte der Königdas Unglück, fast alle die Männer, welche im eigentlichenSinne des Worts seine Jugendfreunde gewesen waren, denener vertraute, die er innig liebte, in den ersten Jahren seinerRegierung zu verlieren. Suhm, Camas, Keyserlink, Jordanund Duhan starben in den ersten sechs Jahren und es folg-ten ihnen bald Golz, Stille, Knobelsdorf, sowie der seit 1741in preussische Dienste gezogene, dem Könige sehr werthe Graf1740 Rothenburg. Der König fühlte diese Verluste sehr tief.Ich16 . Nov. bin für traurige Begebenheiten geboren, schreibt er an Alga-rotti. Eben erfahre ich den Tod Suhm's, meines innigenFreundes, der mich ebenso aufrichtig liebte, als ich ihn, undder bis an sein Ende festes Vertrauen auf meine Freundschafthatte. Selten wird man einen Menschen finden, der so vielGeist mit so viel Reinheit und Gefühl verbunden. Ich wolltelieber Millionen verloren haben. Mein Herz wird trauern.Sein Andenken wird so lange währen, als ein Blutstropfenin meinen Adern rinnt. Seine Familie wird die mcinige /sein. Ich kann nicht mehr schreiben; der Schmerz ist zulebhaft, um an etwas Anderes zu denken, als an diese Wunde."

Der König unterstützte Suhm's Familie 45 Jahre hin-durch.

An Frau v. Camas schrieb er aus dem Lager von Se-