Die Freunde.
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der bisher mehr einem Jagdreviere glich, wurde zuerst durchKnobelsdorf in einen geschmackvollen Park umgewandelt.
Leider waren unter den Vornehmen und Großen desLandes außer dem General Borke nur wenig Liebhaber derbildenden Künste. Die Königin, die Prinzen und Hofleutethaten fast nichts für sie. Etwas von dem vorhandenen Ueber-flusse wurde den Künstlern zugeworfen, was unzureichendwar, Kunstbildung zu bewirken und vorzüglich Kunstwerkehervorzubringen. Des alten Malers Pcsne schöne Zeit warvorüber.
Zn Potsdam gestaltete der König das königliche Schloßprächtiger und wohnlicher um. Zn der Nähe dieser Stadtauf einem Weinberge, bauctc Knobelsdorf das einfache Schloß,welches Friedrich 8an88ou«i nannte und im Zahrc 1747 be-zog. Ein stiller, ländlicher Aufenthalt, umgeben von Garten-anlagen, welche Friedrich mit guten Bildsäulen neuer undzum Theil bewunderungswürdigen alter Zeit schmückte, miteiner freundlichen Aussicht über die Terrassen mit Treibhaus-anlagen auf die friedliche Ebene hin'). Hier in Sanssoucilebte der König bis an feinen Tod jährlich vom Anfängedes Frühlings den Sommer hindurch, von hier aus regierteer seine Staaten, wenn er sie nicht eben bereiste, hier warseine Arbeit und feine Erholung im Kreise seiner Freunde.
Haben wir des Königs unermüdliche Regierungsthätig-keit bewundert, so verweilen wir noch gern einige Augen-blicke in seiner unmittelbaren Nähe, im Kreise seiner nächstenUmgebungen, die ihm zur Erheiterung dienten. Für dashäusliche Glück fehlte ihm der Sinn, oder die Umstände hattenihm denselben geraubt. Er war kaum Gatte. Seine Ge-mahlin hat Sanssouci nie besuchen dürfen, Kinder hatte ernicht. Sein Leben bestand in seiner strengen Pflichterfüllung,seine Erholung für den Geist war dem nothwendigen Ge-nüsse der Speise vergleichbar, welche der Körper von Zeit zuZeit fordert. Mit seinen Freunden in seiner nächsten Umge-
I) Preuß 1. S. 263. und'an andern Stellen. Man lese nochmehr die schöne Beschreibung, welche Bielefeld in seinem Briefe v. 15. Nov.1754 giebt.