Die Wissenschaften.
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bildung, als um das Geld nicht aus dem Lande gehen zulassen, weshalb auch in den Jahren 1743 und 1744 beson-ders verboten wurde, in das Ausland zu reisen. Wie erüberall streng auf Ordnung hielt, so beschränkte er auch we-gen der vielen Streitigkeiten zwischen den Studenten in Halleund dem dort liegenden Regimcntc in einer scharfen Ver- 1750.ordnung die ungebührliche Freiheit der Studenten, verbotdas allerdings sehr überflüssige Degentragen, und befahl, un-schickliches Benehmen bei Vornehmen mit Geld, bei Geringe-ren mit dem Carcer zu bestrafen').
Für die Landschulen geschah so gut als nichts. Manwar noch nicht zu der Einsicht gekommen, daß die auf denUnterricht der Menschen insgesammt verwendeten Summendie reichsten Zinsen tragen und das Nationalvermögen sicherervermehren, als Herbeiziehung fremder Kolonisten, augenblick-liche Unterstützungen von Fabriken, Einführung von spanischenWiddern und Verordnungen über den Seidenbau und An-pflanzung von Kartoffeln. Die öffentlichen Unterrichtsanstal-ten wurden immer noch nur als Einrichtungen zur gehöri-gen Ausbildung der nöthigen Zahl von Beamteten betrachtet,deren man zur Instandhaltung der Staatsmaschine bedurfte.
Der thätige Antheil, den Friedrich den Wissenschaftenwidmete, beschränkte sich auf seine eigene Schriftstellern undauf die berliner Akademie. Er hatte, wie wir sahen, beiseiner Thronbesteigung den Gedanken, literarisch berühmteMänner um sich zu versammeln, nach Vermögen auszuführengesucht. Diese, Euler, Lieberkühn, Formey, Marggraf, tratenin einen Verein zusammen, welcher sich die neue Societät derWissenschaften nannte, woran sich mehrere der angesehenstenStaats- und Hofbeamtcten und Generale, wie Podewils,
Borke, Stille, Schmettau, Golz, Jordan als Ehrenmitgliederanschlossen. Die Societät versammelte sich anfangs wöchent-lich bei dem Marschall Schmettau oder dem Minister Borke,dann auf dem Schlosse, wo ihr der König einen Saal ein-räumtc. Schon in den ersten Tagen äusserte Friedrich dieAbsicht, die noch vorhandenen Trümmer der ehemaligen Aka-
I) XctL Iiistorieo - eedeslSsticL XIV. 397.