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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Die Kirche.

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mischte Ehefälle, weil nach der ersten Instruction alle Ehesa-chen vor die Konsistorien gehören sollten, wie sie unter dervorigen Regierung unter das bischöfliche Konsistorium gehörthatten. Als das abgeändert wurde, fanden nach dem Abgängeder katholischen Prälaten dergleichen Ernennungen nicht mehrstatt. Die bischöfliche Jurisdiction wurde übrigens in allenStücken aufrecht erhalten '). So gern der König die größe-ren geistlichen Orden in Schlesien von den böhmischen undpolnischen Provinzen getrennt hätte, so gab er das doch auf, 1743als ihm die großen Schwierigkeiten des Unternehmens vomCardinal Sinzendorf dargelegt wurden '). Dem Pater Pro- 1747. vinzial der Jesuiten gestattete er auch die Visitation der Je-suitencollegien in Schlesien und der Grafschaft Glatz, dochsollte derselbe, wie dem Könige bereits zugcsichcrt worden,auch wirklich allen Kollegien die Beobachtung unveränderlicherTreue gehörig einschärfen. Auch die Nuntien in Dresdenund München wirkten im friedlichen Sinne, und so konntebei der strengen Gerechtigkcitsliebe Friedrichs die Erhaltungeines guten Vernehmens mit der katholischen Kirche nichtausblcibcn.

Er gestattete auch den Katholiken sehr gern den Baueiner katholischen Kirche in Berlin, so groß, sagte er, als sieimmer wollten oder könnten, mit einem oder mehreren Thür-men, mit großen und kleinen Glocken, und schenkte ihnen da-zu den erforderlichen Platz und einen Thcil der Baumateria-lien. So entstand die der heiligen Hedwig gewidmete schöneKirche in Berlin, und Papst Benedict XIV. drückte seineFreude darüber im Cardinalscollegium aus, daß Friedrich dasWohlwollen seiner Familie gegen die Katholiken geerbt zuhaben scheine, was denn öffentlich bekannt wurde und einensehr günstigen Eindruck machte, wenn man in Rom auch wirk-lich ganz anders dachte und gesinnt war.

Ohne sich auf einen, wie er einsah, erfolglosen Prin-cipicnstrcit mit der katholischen Kirche einzulassen, übte derKönig seine Macht in großer Ausdehnung. Er schrieb an 1742

Dec.

1) Menzel's neuere Geschichte der Deutschen LH. XI. S. 131.

2) Preuß, Urkundenbuch LH. III. S. III).