Druckschrift 
4 (1851) Von 1739 bis 1756
Entstehung
Seite
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Söhne der Beamteten sollten vorzugsweise wieder als Beam-tete angestellt werden, ohne daß doch die Bedienungen geradezuerblich würden. Noch kurz vor seinem Tode äußerte er sich:„die Sohne der Bauern und der Bürger in kleinen Städter,was haben die nöthig zu studircn. Der Sohn eines Bauernwird wieder Bauer und die Bürgcrssöhne, was ihre Väterwaren. Es paßte ein solches Kastenwesen am besten, ja ei-gentlich fast ausschließlich in die gesammtc Vorstellung, welcheman damals von einem regelmäßigen Organismus des Staatshatte. Dieser wurde als eine Maschine betrachtet, in welcherdie Menschen die einzelnen Räder bildeten, während der un-beschränkte Fürst von oben herab die gcsammte Triebkraft warund zugleich die völlige Leitung in seiner Hand hatte.

Vorzügliche Sorgfalt wendete der König auf die Ver-mehrung und Einübung des Heeres. Unter den damaligenVerhältnissen, und wann nicht? gab es allein Sicherheit.Freunde hatte er nicht, desto stärkere und gefährlichere Feinde.Er fagt selbst, Feind und Nachbar sei für ihn synonym.Eine Kriegszncht, wie die römische, gelte nur noch im preus-sischcn Heere, sic bilde die Grundlage des Ruhms, und dasBestehen des Staats hänge davon ab. Strenge Aufsicht seibei der Einstellung der Mannschaft nöthig. Den Regimen-tern seien die Cantons nur darum angewiesen, um den ge-wöhnlichen Abgang und diesen nicht einmal vollständig ausihnen zu ersetzen, hauptsächlich, um sich in Nothfällen ge-schwind vollzählig zu machen; unerträglich aber sei cs, daßman die Enrollirtcn gleichsam als Leibeigene betrachte, oderdenen, welche nicht wirklich eingestellt wären, Geld abfordere.Beides war, wie wir wissen, zu seines Vaters Zeit ganz ge-wöhnlich. Friedrich II. bemühte sich, ein gewisses Gleichge-wicht zwischen den bürgerlichen Einwohnern und den Solda-ten herzustellen, welche früher ein großes Uebergcwicht ge-habt hatten.

Die Hauptleute wurden verantwortlich gemacht für dieTauglichkeit ihrer Leute. Alle Ofsiciere sollten mit Leib undSeele dienen; strenge Mannszucht beobachten, Kenntnisse be-sitzen und in dringenden Fällen einen Entschluß für sich er-greifen können. Generale und Obersten mußten für ihre Re-