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Buch VII. Elftes Hauptstück.
Generale hätten freie Reichsstädte gewaltsam eingenommen,österreichische Minister die Kurfürsten durch Drohungen zumAbfalle vom Kaiser bewegen wollen. Mit Treue und Glau-ben habe man gespielt, Maria Theresia die Fricdensanträgedes Kaisers stolz verworfen. Er glaube, die ihm durch Gottanvertraute Macht am würdigsten zur Unterstützung des Va-terlandes anzuwcndcn, welches die Königin von Ungarn inFesseln schlagen, zur Rettung der Ehre und Rechte allerKurfürsten, lwelchc sie unterdrücken, zur Unterstützung desKaisers, den sie vom Throne stoffen wolle. Für sich ver-lange er nichts, habe kein persönliches Interesse, sondernergreife die Waffen für die Freiheit des Reichs, die Würdedes Kaisers und die Ruhe Europas. Er erklärte allen Mächten,daß er durch Ueberlassung einer ansehnlichen Zahl von Kriegs-völkern an den Kaiser, welche nach dessen Gutbefinden undLeitung im Begriffe wären, in das Königreich Böhmen ein-zurücken, den Frieden mit der Königin von Ungarn keines-wegs zu unterbrechen denke. Besonders bemühte er sich,Englands Unzufriedenheit mit Hinweisung auf den Präten-denten und durch die Erklärung zu beschwichtigen, er denkenicht daran, den breslauer Frieden aufzuhebcn und werdedie von ihm übernommenen englischen Hypothekschulden ausSchlesien bis zum letzten Pfennig bezahlen. Man sieht, errechnete mit Sicherheit darauf, daß seine geheimen Verträgemit Frankreich und dem Kaiser nicht bekannt werden würden,welche rücksichtlich der Ursachen und Absichten seiner Schild-erhebung das gerade Gegentheil von dem würden bewiesenhaben, was er öffentlich behauptete und die Welt glaubensollte. Er dachte auch nie daran, die Leitung seines angeb-lichen Hülfsheeres dem Kaiser zu überlassen. Der König vonEngland erklärte sich sogleich sehr nachdrücklich gegen FriedrichsVorhaben, mit welchem die Gewährleistung des breslauerFriedens nicht bestehen könne. Er werde Maria Theresia mitaller Macht beistehen'). Der englische Gesandte Robinson
I) Siehe die Aktenstücke im Heldenleben II. S. 1067 und über dieVorgänge in England S. 1098, ferner Haymanns neu eröffneteSArchiv I. S. 80 u. II. S. 593, auch Adelung IV. S. 155. Die