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4 (1851) Von 1739 bis 1756
Entstehung
Seite
182
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182 Buch VII. Neuntes Hauptstück.

Sbislav zu zerstören. Dadurch hätten sie die Vereinigungbeider Theile des preussischen Heeres leicht hindern, ungestörtan die Elbe und gegen Prag Vordringen und den König,wenn er das hätte verwehren wollen, einzeln schlagen können.Nun aber konnte der Erbprinz Leopold eine feste Stellunghinter Chotusitz zwischen dem Czirkwitzer See und dem Flüß-chen Dobrawa mit dem Thiergarten des Dorfes Schusitznehmen und des Königs Rückkehr aus Kuttenberg auf demrechten Flügel erwarten. Dieser wollte, um seine Truppennicht zu ermüden, am nächsten Tage in den Morgenstundenankommen. Unterdessen hatte der Herzog Karl mit den Oester-reichern die Absicht, das prcussischc Heer, welches man zer-streut in den Dörfern zu finden dachte, zu überfallen. Er1741 brach deshalb spät Abends mit Zurücklassung des schweren17. Mai. Geschützes und Gepäckes gegen Czaslau auf, wo er doch erstum 4 Uhr Morgens ankam und erfuhr, daß die Preussen imLager vereinigt wären. Um sie anzugreifen, musste er daszurückgelasscne Geschütz erwarten, so war es gegen 7 Uhr,ehe er zum Angriffe kommen konnte.

Die Preussen erfuhren von dem Anmarsche der Oester-reicher nichts, bis sie diese sich in Schlachtordnung aufstellensahen. Der Prinz Leopold eilte sogleich, dasselbe mit denPreussen zu thun wie gewöhnlich in zwei Treffen, die Reitereiauf beiden Flügeln. Das Dorf Chotusitz bildete den Mittel-punkt, der linke Flügel lehnte sich an den Park von Schusitzund die Niederungen von Dobrawa, der rechte an die Czirk-witzer Seen oder Teiche. Hier auf dem rechten Flügel kamder König, der sehr früh aufgcbrochen war, gerade zur gele-genen Zeit an und stellte seine Bataillone im zweiten Treffenauf. Sein Heer bestand aus wenig über 28,000 Mann mit88 größtentheils leichten Feldgeschützen. Ihm gegenüber stan-den wenig über 30,000 Oestcrreicher mit 40 Geschützen, dochzeugte es nicht von besonders guter Stimmung unter denösterreichischen Truppen, daß der Herzog Karl in der zurSchlacht bekannt gemachten Anordnung die besondere Ver-sicherung gab, daß künftig alles Avancement ohne Anfechtungder Religion vergeben werden solle.

Gegen die nur langsam zum Angriffe vorrückenden Oester-