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Schlacht bei Czaslau.
Heer für sie gegen seine ehemaligen Verbündeten, ihre Feinde,ins Feld führen. Wo nicht, so wollte sie es auf eine Schlachtankommen lassen. Friedrich war unglaublich aufgebracht überdiese Antwort. Sein Cabinetsrath Eichel hatte ihn nie hef-tiger gesehen. Er glaubte sich verachtet und athmete nichtsals Rache. Unverzüglich schrieb er an Hyndford: An eineVermittelung sei jetzt nicht mehr zu denken, übermorgen werde 1741er ins Feld rücken '). Er zog sein Heer im Lager bei Chru- 13. Mai.dim zusammen, wo er schon seit vier Wochen sein Haupt-quartier gehabt hatte. Von einer Anhöhe aus überschaute erdie hügelige Umgegend weit. Er sah hier voll hohen Selbst-gefühls, wie seine durch mehrwöchcntliche Ruhe erfrischtenTruppen aus den einzelnen Thälern und Schluchten in krie-gerischer Ordnung Heraufstiegen und wies jedem Regimenteseine Stelle an"). Er hätte gern noch Verstärkung ausOberschlesien abgewartet, um dann so recht unbeirrt durchAndere — weder Schwerin noch der alte Fürst von Dessauwaren bei ihm — die Oesterreicher selbst aufzusuchen undanzugreifen. Diese liesscn nicht so lange auf sich warten.
Der Herzog von Lothringen hatte den wiederholten Be-fehl erhalten, nachdrücklich angriffsweise zu verfahren. Erwollte dem Könige über Czaslau zuvorkommen, die preussischcnMagazine in Nimburg und Podiebrad zerstören und so jenemdie Verbindung mit Prag, den Sachsen und Franzosen ab-schneiden. Das würde ihm auch gelungen sein, wenn ihmnicht der König von Chrudim aus mir einem Theile seinesHeeres durch einen Gewaltmarsch auf Kuttenberg zuvorge-15. Mal.kommen wäre. Der Prinz Leopold von Dessau folgte ihmmit dem übrigen Theile des Heeres, indem er nur anderthalb 16. Mai.Stunden weit von dem österreichischen Lager vor Czaslauvorbeimarschirtc. Als er da von einer Höhe das Lager sah,und nun Czaslau nicht mehr nehmen konnte, wendete er sichrechts gegen Chotusitz hin. Glücklicherweise hatten die Oester-reicher es vernachlässigt, die Brücke über die Dobrawa bei
1) Ranke II. S. 410. Bergl. Raumer S. 157. NauvillouII. x. 91 hatte also eine ganz richtige Bermuthung.
2) Ranke II. S. 415.