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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VII. Neuntes Hauptstück.

Erbprinzen Leopold den Oberbefehl über die von dessen Vaterherbeigeführten Truppen, dem alten Fürsten aber, den ernicht gern um sich hatte, den Befehl in Obcrschlefien. Daskränkte den Alten, doch hielt er kalt aus, bis die Gefahrvorüber war'), und behauptete, ohngeachtet übcrhandnehmcnderKrankheiten im Heere, das dem Könige fo wichtige Obcrschle-sien gegen 56000 Ungarn, welche cs vom Gebirge herfortwährend beunruhigten und ihm aller angewandten Vorsichtohngeachtet mancherlei Schaden zufügten; Fouquö säubertedie Grafschaft Glatz von ungarischen Insurgenten, die er fürRäuber erklärte und unerbittlich aufknüpfen ließ. Man schrecktehier mit seinem Namen noch lange die Kinder. Lord Hyndfordhätte schon im Februar so gern den Frieden mit Friedrich II.vermittelt; dieser lehnte es damals ab. Als er aber im Märznach dem Fchlschlagen der Unternehmung auf Oesterreich seinVerhältniß zu seinen Verbündeten noch klarer durchschauteals früher, dachte er wieder an einen abgesonderten Frieden.Böhmen und Mähren mochten der Königin bleiben, ohneObcrschlesicn und Glatz aber fei Niederschlesien für ihn nichtgedeckt und zu halten. Hyndford gab das zu und verlangtenur noch Beistand für die Königin. Der König crwiedertetreffend:Wenn die Königin nicht stark genug ist, Franzosenund Sachsen zurückzuwcifcn, wie will sie ihnen widerstehen,wenn ich mit ihnen verbunden bin? Fühlt sie sich stark genug,uns Allen Widerstand zu leisten, so muß sie um fo leichterjene allein besiegen. Meinen Beistand braucht sie nicht, meineNeutralität schon verschafft ihr den Sieg." Er verlangteausser Obcrschlesicn und der Grafschaft Glatz noch zwei Kreisevon Böhmen an der obern Elbe und hatte darüber auch schonmit dem Kurfürsten von Baiern unterhandelt. Als Hyndfordsich nun bei der Königin um Gewährung Oberschlesiens undder Grafschaft Glatz für Friedrich verwendete, wollte sie vollerHoffnung über ihre Erfolge in Baiern und Mähren höchstensnur eins von beiden geben, und jedenfalls sollte Friedrich ein

I) S. das Schreiben des Königs vom 28. Juli 1742 an den Erb-prinzen von Dessau auf das Gesuch seines Vaters um den Abschied beiOrlich I. S. 427.