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Buch VII. Neuntes Hauptstück.
men. Vom platten Lande wurde 1,181,000 Thaler jährlicheKontribution nach einer zwölfjährigen Durchschnittssummedessen, was bisher geleistet worden, verlangt; dagegen solltehier die Accise wegfallen und diese nur in den geschlossenenStädten beibehalten werden. Die versammelten Landräthe1741 machten sehr begründete Vorstellungen gegen die Höhe der20. Dec. Summe. Diese wurden vom Feldkriegscommissariate mit gro-ßer Heftigkeit zurückgewiescn und unter Andcrm entgegnet:Es besäßen Ihre Königl. Majestät das Land Schlesien gurebelli dergestalt, daß alles dasjenige, was den Particularibusin Händen gelassen wäre, Ihrer Königl. Majestät gehörte,bis auf das Wenige, was Allerhöchstdieselben aus lauterGnade denselben vergönnten. Die Landräthe hätten keinebesondere Vollmacht von ihren Kreisen und machten sich höchstverantwortlich. Die Landräthe erwiederten, sie hätten demKönige und dem Lande geschworen, hätten daher keine Voll-macht nöthig. Niederschlesien könne ein Quantum nicht tra-gen, das höher sei als früher, wie noch die ganze Provinzzusammen, und die Städte nicht vom Lande getrennt gewesen.Das wiesen sie dem Könige nach, sowie daß ein großer Theilder bewilligten Gelder zur Tilgung der Schulden und Bezah-lung der Zinsen, dann zur Besoldung der Beamteten verwen-det worden').
Schon im März 1742 wurde Münchow zum Präsidentenbeider Kriegs- und Domainenkammern, also zum Vorstandeder gesammten Verwaltung Schlesiens und zum Staatsministerernannt. Er stand unmittelbar unter dem Könige, nichtunter dem Generaldirectorium. Die Durchschnittssumme dessen,was im preussischen Niederschlesien an Contribution vom plattenLande, den Domainen und an Accise von den Städten erho-ben wurde, betrug 1,856,000 Thaler, damit war der Königzufrieden"). Diese Angelegenheit zog sich hin, bis größereVeränderungen im Lande eintraten und diese Berechnungenzum Theile überflüssig machten.
Maria Theresia hatte, von fast allen Seiten angegriffen,
1) Landes-Diarium.
2) Ranke II. S. 471.