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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VII. Sechstes Hauptstück.

entfernen, was dieser auch endlich that und eilig nach Löwenhin ritt, angeblich um die Heeresabtheilung des Herzogs vonHolstein heranzuführen').

Die österreichische Reiterei des linken Flügels erneuerte hart-näckig ihre Angriffe auf Seite und Rücken des preussischen Fuß.Volks, wurde aber von den zufälligerweise wegen Mangels amRaume zur Deckung der rechten Seite ausgestellten drei Bataillo-nen Fußvolks mit nachdrücklichem Feuer empfangen und abgctrie-ben. Mehrmals in Unordnung gekommen, sammelte sie Römerdennoch wieder und griff von Neuem an. Seine Reiter kamenzwischen beide preussische, ja sogar hinter das zweite Treffen,Lessen drittes Glied wie auf dem Uebungsplatze Kehrt machteund feuerte; ja dieses tapfere Fußvolk wehrte sogar mehrmalsmit dem aufgesteckten Bajonnet die Oesterreicher ab. GeneralRömer siel, seine Reiter kamen in Unordnung. Der OberstBentheim, welchen Neipperg mit einem frischen Reiterregi-mente gegen den preussischen rechten Flügel geschickt hatte,vermochte ebensowenig, das Fußvolk zu erschüttern. Dieösterreichische Reiterei, welche vor, hinter und zwischen denbeiden preussischen Treffen herum bis gegen den linken Flügelhin den flüchtigen preussischen Reitern n-achjagte, erhielt oftdoppeltes, ja dreifaches Feuer und wurde zersprengt. EinLhcil fiel im Dorfe Pampitz auf das preussische Gepäck undwar nichL abzuhalten, es zu plündern. Diese tapfern Angriffeder österreichischen Reiterei blieben ohne entscheidenden Erfolg,weil sie nicht zur gehörigen Zeit vom Fußvolke unterstütztwurden und weil sie an der preussischen Infanterie so uner-wartet standhafte Gegner fanden. Zwar ließ anfänglich Ge-neral Göldy das Fußvolk des österreichischen linken Flügels

I) Wae in des k'srä. V. ä. LsreburA Denkwürdigkeiten

(Berlin 1813) wie in NicolaiS Anecdoten I. 189 darüber erzählt wird,kann nur auf Misverständnissen beruhen, denn der König wusste sehrwohl, daß der Herzog von Holstein nicht auf dem rechten Oderufer beiOppeln, sondern auf dem linken bei Strehlen stand. Hist, äs m. tsmxiob. III. p. 77. Ranke II. S. 244 sagt: Schwerin habe im Nothfalleseinen Rückzug nach Oppeln nehmen wollen. Leider ohne Quellenangabe.Es wäre kaum etwas Besseres übrig geblieben und würde den Ritt desKönige nach Oppeln erklären.