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-Schlacht bei MollwiH.
fanden, vom Prinzen Leopold von Dessau zwischen dem erstenund zweiten Treffen zur Deckung der Flanken aufgestellt.'Nach dem Beispiele Gustav Adolfs und zur größern Sicher-heit gegen die überlegene österreichische Reiterei hatte derKönig zwischen seine Reiterei auf den Flügeln je zwei Ba-taillone Grenadiere aufgestellt. Die Geschütze befanden sichmehrert hundert Schritte vor der Front, um den Aufmarschder Truppen nicht zu hindern, weshalb sie aber auch schwerunterstützt werden konnten. Um zwei Uhr endlich rückte daspreussische Heer in dieser Ordnung mit klingendem Spieleund fliegenden Fahnen wie auf dem Uebungsplatze gegen denFeind an. Etwa 1500 Schritte vor demselben eröffneten dieGeschütze das Feuer. Neipperg hatte erst den linken Flügel aufge-stellt und war mit dem Aufmärsche des rechten noch beschäftigt-Als nun die preussischen Geschütze durch ihr Feuern unter diezahlreiche, zum Schutze des Aufmarsches der Infanterie auf-gestellte Reiterei des österreichischen linken Flügels große Ver-heerungen anrichtete, so rannte der sie befehligende GeneralRömer mit zwanzig Schwadronen mit solcher Furie, wie derPrinz Leopold von Dessau an seinen Vater schreibt, auf dieneun schulenburgischen Schwadronen zu, daß diese sogleichdurchgingen und die beiden Grenadierbataillone, zwischen denensie standen, verliessen. Diese aber feuerten unerschrocken undschlugen die Reiter ab. Der König, welcher sich hier befand,schickte sogleich ein neues Regiment Reiter den Oesterreichernentgegen, denen es nicht besser ging. Vergeblich sammelte erund der General Schulenburg die fliehenden Reiter nochmals, siewurden sogleich wieder geworfen, zersprengt, ein großer Theilder Geschütze verloren, die Infanterie in Flanke und Rückenangegriffen und der König von den fliehenden Reitern mitfortgerissen. Zugleich warf auch die österreichische Reiterei deSrechten Flügels die preussische des linken Flügels und wurdenur von der mannhaften Infanterie abgetrieben. In diesemgefährlichen Augenblicke schickte der König den Lieutenant vonBornstädt an den alten Fürsten Leopold von Dessau, demzu sagen, daß Alles verloren sei und ihn aufzufordcrn, seineMaßregeln zu treffen, so gut er könne. Schwerin suchte nurden König zu retten und bestürmte ihn wiederholt, sich zu