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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VII. Sechstes Hauptstück.

Reiterei mangele, das zu verhindern. Wirklich hätte ihm diese1741 Festung in seinem Rücken sehr gefährlich werden können. Der8. März. Prinz entwarf sogleich den Plan zum Angriffe, der in derNacht ausgeführt wurde, indem er zu gleicher Zeit auf dreiPunkten die Feste stürmend und mit glücklichem Erfolge an-griff. Die überraschten Oestcrreichcr vertheidigtcn sich in ihrerBestürzung gegen die schnell und entschlossen andringendenPrcussen erst, als diese Herren der Stadt waren und dasSchloß angriffen. Hier versuchte der tapfere Oberst Rciskimit 20 Mann Widerstand zu leisten, blieb bald, die Soldatenzerstreuten und ergaben sich haufenweise, in der Finsternißsogar 52 Mann, als sie von vier Prcussen mit dem Bajon-net angegriffen wurden'). Zn Zeit von anderthalb Stundenwar mit sehr geringem Verluste °) die Festung mit 62 Ge-schützen und noch gegen 900 Mann Besatzung in preussischenHänden'). Der König bezeugte, höchst erfreut über diesenglücklichen Erfolg, dem Prinzen die lebhafteste Anerkennungder bewiesenen Tapferkeit und Einsicht, schenkte ihm 20,000Gulden, jedem Gemeinen einen Gulden, denen, welche sichbesonders ausgezeichnet hatten, bis zehn Ducaten. Officicreerhielten Orden oder Beförderung. Die verfallenen Werkeließ Friedrich sogleich mit aller Anstrengung ausbessern undsich von der Stadt huldigen, was in allen eroberten Ort-r. März, schäften geschah. Schon einige Tage vorher war in Breslauan dem Gebäude der königlichen Kammer der preussische Adleran die Stelle des abgenommenen Dopveladlers gesetzt worden,was noch während dieses Monats überall geschah, wohin die13. März. Prcussen kamen. Als wegen der Geburt des Erzherzogs

1) Maria Theresia I. S. 342.

2) 9 tobte und 42 verwundete Preuffen, 60 tobte und verwundeteOesterreicher.

3) Bericht in den Gesammelten Nachrichten I. S. 155 und genauerS. 220. Heldenleben I. S. 826, welches angiebt, daß trotz des Verbotsdoch mehrere Häuser geplündert wurden, vergl. Heldenleben II. S. 165und Gesammelte Nachrichten 1. S. 220. Die Oesterreichische milit. Zeit-schrift von 1827, S. 288, hat also nicht ganz unrecht- ES traf dieHäuser einiger Juden und die Apotheke im Jesuitercollegium, nicht aberüberhaupt die Häuser der Katholiken, wie die Zeitschrift sagt.