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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Eroberung Glogaus.

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Die damals sehr verfallene und rücksichtlich aller Ver-theidigungsmittel im übelsten Zustande befindliche, der bran-denburgischcn Grenze nächste Festung bildete durch den be-festigten Dom auf einer Insel zwischen zwei Oberarmen einenwichtigen Ucbergangspunkt über diesen Strom. Der Könighatte sie in seinem Rücken liegen, jedoch seit Ende Decem-bers durch den Prinzen Leopold von Dessau einschliessen lassen,in der Ueberzeugung, sie werde sich aus Mangel an Lebens-mitteln nur wenige Tage halten können. Er glaubte, seiner 1741Sache so gewiß zu sein, daß er dem Prinzen befahl, wenn 7 . Jan.Glogau übergeben sein werde, das durch vier blasende Po-stillone anzeigen zu lassen. Indessen hatte der CommandantGraf Wallis mit seiner schwachen, 1100 Mann starken Be-satzung alle nur möglichen Maßregeln ergriffen, um sich zubehaupten. Der König wollte seine Soldaten nicht unnützer-weise aufopfern, daher auch nicht gern den Dom angreifenlassen, weil er im glücklichen Falle der Wegnahme von derStadt aus beschossen und diese dann vom Dome aus zerstörtwerden würde, was er vermeiden wollte. Die Aufforderung,sich zu ergeben, lehnte Wallis im Anfänge des Januar abund als er nach mehr als zweimonatlicher Einschliessung dieFestung gegen freien Abzug der Besatzung übergeben wollte,weigerte sich der König, diese ziehen zu lassen'). Als Frie-drich nun die Nachricht erhielt, die Oesterreicher sammeltensich in Mähren, als es diesen gelungen war, sogar die Be-satzung von Neisse zu verstärken und sie immer häufiger mitihrer Reiterei preussische Abtheilungen überfielen, befahl erdem Feldmarschall Schwerin, die Schanzen des Zablunka-passes zu zerstören, das Teschensche zu räumen und sich nachRatibor gegen das mährische Gebirge hin zu ziehen. Zugleichdrängte er den Prinzen Leopold wiederholt, ungeduldig, dieEinnahme Glogaus zu beschleunigen. Endlich schickte er von 6 . März.Schweidnitz aus seinen Gcneraladjutanten Golz an den Prinzenmit dem Befehle, Glogau sogleich mit Gewalt anzugreifen,indem er ihn für jedes längere Säumen verantwortlich mache,weil die Oesterreicher es auf Entsatz abgesehen hätten und ihm

I) Heldenleben I. S. 823.