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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Götter in Wien.

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Götter kam über eine so entschlossene Ablehnung seinerAnträge etwas ausser Fassung, verließ unter mancherlei Vor-wänden Wien nicht, wie er gedroht hatte, sondern stattete 1740vielmehr von dort aus seinem Könige Bericht ab. Diesem, 20. Dec.welcher nur den unbedeutenden Großherzog, nicht aber dieEntschlossenheit Maria Theresias kannte, kam das ebenfallshöchst unerwartet. Er hatte zuverlässig gehofft, seine Anträgewürden wenigstens Grundlage einer Verhandlung und ihm,wenn auch nicht ganz Schlesien, was er nur so obenhingefordert hatte, doch jedenfalls etwas geboten werden, wodurcher dann das Aufgeben der Untheilbarkeit der Erbfolgegewonnen haben würde. Er schlug daher einen etwas mil-dern Ton als anfangs an. Auf seinen Befehl') musste daher 26.' Dec.Götter dem Großherzoge daS Vortheilhaste der von Preussengemachten Vorschläge in das günstigste Licht stellen und an-zeigen, der König sei bereit, dem Hause Oesterreich mit allerMacht beizustehen, wenn man ihm auch nicht ganz Schlesien,sondern nur einen guten Th eil desselben abtrete. Mündlichsollte Götter noch vorstellen, der König werde dafür sorgen,daß die Königin für die Kleinigkeit, die sie in diesem Augen-blicke verliere, reichlich entschädigt werde °). Der Großherzogwollte nun wissen, welchen Theil Schlesiens der König ver-lange, worauf Götter meinte, das Ganze dürfte zu viel,Schwiebus aber zu wenig sein, sich bestimmter auszudrücken,wagte er nicht, doch schlug er vor, es möchte dem Königeein guter Theil Schlesiens an der brandenburgischen Grenze,um eine förmliche Verletzung der pragmatischen Sanktion zuvermeiden, als Pfand für baares Geld oder gegen ein schein-bares Anlehen von drei bis vier Millionen Thaler übergebenund erst nach hergestelltem Frieden und nach Erwerbung derKaiserkrone für den Großherzog unablöslich überlassenwerden. Ausserdem wollte der König im Falle der Noth10,000 Mann für Oesterreich stellen. Der Großherzog schiennicht durchaus abgeneigt, darauf als Grundlage zu einer

1) Also nicht in Folge einer Aeusserung des Großherzogs vom

I. Januar. Ranke II. S. 197. ,

2) Houssst XV. p. 144.