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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH.' Sechstes Haupkstück.

mit aller Macht zu gewährleisten, deshalb in einen Bund mitder Königin, den Seemächten und Rußland zu treten, dieKaiscrwahl des Großherzogs von Toscana durchzusetzen undsogleich zwei Millionen Thaler zu liefern (koni-nir), dafürverlange er die völlige Abtretung des gesammten Schlesiens').Hierzu fügte der ohnehin anmaßende und durch seine kürzlich«Erhebung zum Großmarschall noch stolzere Götter einigeDrohungen, welche um so empfindlicher ausgenommen wurden,jcmehr sie von seinem frühem demüthigen Benehmen amwiener Hofe und selbst gegen seines Königs freundschaftlicheVersicherungen abstachen.

Der Großherzog, welcher wie seine Gemahlin die Um-stände mit ganz andern Augen ansah als der König, warsehr erstaunt über diesen Antrag, erwiederte jedoch gefasst:es sei weder in der Gewalt seiner Gemahlin, wegzugeben,was sie gesetzlich als untheilbar erhalten, noch befinde sie sichin einer solchen Lage, daß sie mit einem Feinde unterhandelnmüsse, so lange der in ihrem Lande stände. Eher würde siesich mit allen Andern vertragen, eher müssten die Türken vorWien stehen, bevor sie auf Schlesien verzichten sollte. Erselbst wolle sich eher unter den Ruinen der Welt begrabenlassen, als durch den Verlust einer Provinz zur Kaiserkronegelangen"). Als Götter darauf dreist äußerte, dann sei fürihn nichts mehr zu thun, er wolle daher sogleich abreisen, sofragte ihn der Großherzog:Ist Ihr Herr bereits in Schle-sien cingcrückt?" Götter antwortete: der König müsse bereitsdort sein. Der Großherzog erwiederte darauf:Sagen SieIhrem Herrn, so lange noch Einer seiner Soldaten in Schle-sien steht, haben wir ihm nicht ein Wort zu sagen. Ist ernoch nicht eingerückt oder zieht er sich sogleich zurück, sowollen wir unterhandeln. Botta soll noch heut neue Anwei-sungen erhalten. Wir können den König befriedigen, ohneuns abpresscn zu lassen, was wir nicht geben dürfen." DieseErklärung wollte jedoch der Großherzog nicht schriftlich geben,weil das mit der Würde der Königin unvereinbar sei, solange sie voraussetzen müsse, Friedrich sei noch in Schlesien.

1) Das Aktenstück am vollständigsten bei kousset XV. v. 143.

2) Ranke ll. S. IS7.