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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Rheinsberg. Philosophie, Religion.

besser, über die christlichen Fabeln zu schweigen, welche durchdas Alter und die Leichtgläubigkeit abgeschmackter und dum-mer Menschen geheiligt worden. Nur auf dem Theater würdeer erlauben, einige Bruchstücke der Geschichte des angeblichen .Erlösers aufzuführen."

Indem er überall einen hinreichenden Grund der Ursachenund der Existenz der Dinge suchte, und wie seine geistreicheGroßmutter sich nicht mit Beantwortung des Warum begnügte,sondern das Warum des Warum verlangte'), fiel er auchvom augenblicklichen Glauben und Ueberzeugtsein bald wiederdem Zweifel anheim. Es finden sich daher in früherer undselbst späterer Zeit mannichfach wechselnde und einander wider-sprechende Aeusserungen über seinen Glauben an die Existenzeiner Gottheit und an die Unsterblichkeit der Seele. Die Be-weise Wolfs für die Existenz der Seele genügten ihm nicht,weil sie sich darauf gründeten, daß diese eine einfache Sub-stanz sei, was er nicht Hatte darthun können. Er zweifelteendlich an Allem. Er hielt dann den Geist für ein Zubehördes Körpers, nahm wie Voltaire die Existenz eines Gottesfür nothwendig an, aber ohne Bestimmung dessen, was ersei und überhaupt ohne innig davon überzeugt zu sein'). Erbemühte sich, das, was er als Pflicht erkannt hatte, zu er-füllen, hielt diejenigen, welche für fromm galten, in der Regelfür Heuchler, schonte aber in seinem Umgänge und ehrte dieUeberzeugung derjenigen, von deren wahrer Frömmigkeit erüberzeugt war, wie denn sein bis an den Tod von ihm geach-teter Freund Fouque seine Religiosität nie verleugnete, unddie Uebung des Gottesdienstes nie aussetzte.

Gerade die Zweifel, welche ihn selbst oft genug peinigten,machten ihn zum Feinde einer jeden Religionsverfolgung und

1) S. Band M. S. 58.

2) Daher so manche einander widersprechende Aeusserungen desKönigs in verschiedenen Zeiten, unter verschiedenen Umständen und beiverschiedenen Veranlassungen.— Die Hofgeschichtsschreiber hüten sich wohl,Preuß I. S. 152 ff., den Revers der Medaille in gleichem Lichte mitdem Avers zu zeigen. Ich will nur noch an die Briefe Friedrichs anVoltaire aus den Jahren 1766 und 1776 erinnern, wo das, was fürchristliche Religion galt, inksmo heißt.