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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
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wie Hett geachtet werden am jüngsten Tage, das inden Ofen geworfen wird nicht aber als ein Grund,euch loszusprcchen. Aber unsere Taube fand dasZoar; nicht in sich; ach Gott! da war ja nur Fluchwür-digkeit, wohin sie sehen mogte. Nicht in eigenemFühlen, Thun und Treiben; das war ja Alles in denKoth getaucht. Sie war so thoricht nicht, von denUfern des tobten Meeres Trauben lesen zu wollen.Sic fand das Lager ihrer Ruhe, und den Grund ihresHeils, und die Sicherheit für ihre Wicderbringungund einstige Seligkeit ausser sich, allein in JesuWunden, in seinem blutigen Verdienst und seinemOpfcrtode. Ihr Gemüth war so gerichtet und ver-fasset, daß sie sich gerecht wußte vor Gott, nicht umdes neuen Lebens willen, das in sie cingegangen war;sondern allein von wegen des für sie vergossenen Blu-tes ihres Bürgen. Und das ist der Grund, der haltund bleibt, wenn Alles sinkt und weicht.

Wer nun also sein Heil auf die große vollgültigeSatissaction des ewigen Bürgen festgcgründet, undsich mit seiner ganzen Hoffnung allein auf das Ver-dienst des wahren Osterlamms geworfen hat, und sichallein um Jesu willen gerettet weiß von dem kannman wohl sagen: siehe da, eine Taube iu den Spal-ten eines hohen Felsen und in den Stcinritzen! Sosicher saß noch nie ein Fürst zwischen seinen Schanzen,Wallen und Mauern wie diese Taube. Moses ist einscharfer Schütze und sendet Flüche; aber hier mag ersein Geschoß nur ruhen lassen. Kein Bann hastet mehran dieser Taube, kein Fluch ist da mehr anzubringen.Für sie herrscht nächtlich Schweigen auf Sinai und