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den Fclslöchcrn, in den Steinritzen« — spricht derHerr.
Nun sehet doch einmal an das schwache wehrloseVöglein, wie cs da so stolz und sicher sitzet in sei-nem Felsen, wie ein König in seinem Schloß — wieein Feldherr in seinem Lager, und bietet Trotz derganzen Welt. Da schießt kein Jager hinauf; keinGeier dringt in diese Wohnung ein; keine Schlangespricht bis hiehcr ihr Gift; und wie auch tief untenim Thal die Wölfe untcrciuandcr heulen: die Taubelachet ihrer in ihrer Festung — und sichet getrost hin-aus in das Getümmel: Die Wolken jagen darüberhin und donnern; aber das schreckt sie nicht. DieBlitze fahren kreuz und quer herum, aber der Felsenschmilzt in ihrem Feuer nicht. Der Sturm wirft Bergeum und entwurzelt starke Baume; aber das Haus,darin die Taube wohnt, ist fcstgcgründet— das wanktund weichet nicht.
In den Fclslöchcrn also wohnt die Taube. Laßnun das Naturbild zurückwcichen, und richte cs geist-lich, so tritt statt des Felsen, Christus vor dein Auge,der Fels des Heils — und statt der Felseuspalten sichestdu seine blutige Wunden — und in ihnen ruhend alsTaube — die begnadigte, gläubige Seele. Fürwahr,die hat die rechte Ruhestadt gefunden! Nicht ihr, dieihr euch scstgcnistet in den dürren Reisern eurer ei-genen Gerechtigkeit. Siche, die Reiser werden ver-brennen im Feuer des Gerichts —> und ach! der armeVogel mit. Nicht ihr, die ihr fest hangt zwischen demLaubwerk eures eigenen Frommseyns, und davon euerHeil erwartet. Ach glaubet nur, dieses Laubwerk wird