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Taubcngestalt. Aber wollten wir dem Bilde noch tie-fer auf den Grund gehen — es würden sich der Vcr-glcichungspunkte zwischen einer zum Herrn bekehrtenSeele und einer Taube wohl noch mehrere, und viel-leicht auch anziehendere und treffendere, auffindcnlassen.
Es gibt kein wehrloseres Geschöpf, das Lammetwa ausgenommen, als die Taube. Da ist nichtZahn noch Klaue, nicht Huf noch Stachel — nur einPaar Flügel zur Flucht; in der Flucht liegt ihre ganzeStärke und ihr Sieg. So — wir bekennen es,gereiche es nun zu unserer Ehre oder Schande —so steht es auch mit uns, die wir die Gnade haben,Christi Tauben zu seyn. Die außer Christo sind, sindalle stärker. Ja was für Helden findet man unterdenen nicht; Leute, die sich jedem Straus und Kampfgewachsen glauben, die von Furcht und Scheu nichtswissen, die vor keinem Feinde zittern, vor keiner Ge-fahr erschrecken — und die bei Leibe nicht sich selbstden Schimpf anthun mügtcn, in irgend einer Lagesich nach Hülfe umznsehen. Die bezwingen Königreichemit eigener Faust; die erlangen die Verheißungen wieeinen Raub; mit der rechten Hand ihrer eigenen Ge-rechtigkeit verstopfen sie des Löwen Rachen; löschenaus mit selbst erworbener Tugend das Feuer des Ge-richts; und entgehen des Schwerdtcs Scharfe durchselbstcigene Klugheit und Gewandtheit. Das allesvermögen sie — als die Träumenden nämlich — in derMacht ihrer eigenen Stärke. Ja, was sind wir fürfeige, fluchtige Leute gegen jene Tugendstarken, dieSünde, Welk und Teufel — und wie die bitterbösen