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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
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ihn bringe in meiner Mutter Haus, in meiner MutterKammer. In meiner Mutter Hans? nun ja,Paulus sagt Gal. 4 , 26. Aber das Jerusalem da droben,das ist die Freie, das ist unser aller Mutter. Dahinwill sic ihren Bürgen bringen, dahin von ihrem Bür-gen sich bringen lassen. Sehet Geliebte! so ist alsonun die Seele, durch des Herrn Gnade und Führung,in den Stand gekommen, daß sie an Christo hängtnnd an ihn gebunden ist, nicht mehr wie anfangs,durch das Gefühl des Frcudenreichthnms, den sic durchihn erhielt, sondern durch das Gefühl ihrer Armuthnnd ihres großen Elendes, nicht mehr blos, wieanfangs, durch die Erfahrung: Bei ihm ist gut seyn,sondern nun durch die gründliche Ucbcrzcugung: außerihm ist Hölle, Tod und Verderben. Sic sieht inihm nicht mehr blos ihren Erquicker, sondern ihrenewigen Retter und Nothhelfcr; und sie hofft dasewige Leben nicht mehr wie früher von ihrer Liebezum Herrn, sondern einzig und allein von der Liebedes Herrn zu ihr, denn sie weiß, was für ein Ge-machte sie ist, und stützt sich nicht mehr auf ihre from-men Empfindungen, sondern allein auf das VerdienstChristi, und cs ist ganz aus ihrer Seele gesprochen,was Assaph sagt im /ästen Psalm: Herr! wenn ichnur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel undErde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten,so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trostund mein Theil. Nun lieben Brüder, es führe so derHerr uns sammt nnd sonders, daß das Bewußtscynunseres Nichts die Fessel werde, die uns mit Ihm ver-knüpfe und sein Verdienst und seine Sünderlicbe