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Die auf einen Loosbrief kommende ganze Zahlung, enthaltesie nun bloß Capital und angelaufene Zinsen, oder auch einenGewinn, wird Prämie genannt. Die Bankhäuser, welche solcheAnleihen übernahmen, haben, um bei jeder neuen den Capitali-sten einen frischen Neitz zu geben, eine Menge von Verschieden-heiten in den Zahlenbcstimmungen und in den anderen beige-fügten Bedingungen ausgedacht, z. B. in den Zwischenzeitenzwischen den Verloosungen (e), der Verbindung mehrerer Zins-füße bei der Auszahlung der ohne Gewinn herausgekommenenLoose (/), überhaupt in der Festsetzung der im ungünstigstenFalle zu erwartenden Vergütung (§) , in der Anzahl, Größeund Wertheilung der Gewinnste (/«), der Zeit ihrer Ausbezah-lung (r), der Lange der Zeit, innerhalb deren das ganze Ge-schäft beendigt wird (/r) u. dgl.
(«) Nachrichten über dieselben bei Un g c r, Handb. der St. Lotterieanlei-hen, Leipz. 1841. — Feller, Die Staatspapier- und Actienbörse,Leipz. 1846. — Solomon, Die österreich. Staatspapiere, Wien1846.— Wallerstein, Börsenhülfsbuch, Franks. 1847. — lieberdie Natur dieser Anleihen: Oe ttinger, Theorie d, Lotterie-Anle-hcn, Freiburg 1814. — Dess Anleit, z» finanz. Rechn. S. 165. —v. Lindcnau, in Rau und Han sse n, Archiv, Neue Folge, III, >45.Dagegen Oettinger, cbd. V, 73.
(S) Schon bei der österreichischen Anleihe von 6 Will. fl. im I. 1795wurden Gewinnste vcrlooset, aber nur in dem 12jährigen Zeitraumvor dem Beginn der Rückzahlung und neben der Verzinsung zu4 Proc. Achnlich die'Anleihe von 3'/? Mill. Lire in dem nämlichenJahre in Mailand und die A. von 10 Mill. fl. 1797. Die Gold-undSilber-Anlehenslottcrie von >0 Mill. fl. im I. 1802 (es wurde auchungcprägtcs Münzmetall angenommen) sowie die 1805 und dannnochmals 1806 ausgeschriebene österr. Anleihe von 20 Mill. fl. hat-ten schon die aufgeschobene Zinszahlung; v. Hauer, S. 140. 145.—Baicrisches Lottcricanlchen von 1812, >2 Mill. verzinslich (Loose zu500 fl.), 6 Mill. unverzinslich» — Badisches 1820 bei Goll undHaber, 5Mill.fl., in Loosen zu 50 fl.,— Oesterr. v. 1820, beiParis!) und Rothschild, 20 800000 fl. im 20 fl. F., in Loosen zu100 fl., — anderes österreich. von 1821 mit denselben Häusern, 37'/,Mill. in Loosen zu 250 fl, welche im Verkehr den Namen Partial-loose tragen, — Hannov. 1822 bei Berend, 2 Mill. rl. Loose zu100 und 50 rl. — Großh. Hess. 1825 bei Rothschild, 6s/, Mill. fl.in 50 fl. Loosen. — Polnisches 1829 bei Fränkel, 42 Mill. Guldenpoln., Loose zu 300 fl., — Prcuß. Anl. der Seehandlung, 1832, 12Mill. rl., Prämienscheine zu 50 rl. — Großh. Hessen 1834 bei Roth-schild, 2-375000 fl. in 25 fl. Loosen. — Oesterreich >834 bei Arn-stein, Gepmü ller re. 25 Mill. fl. in Loosen zu 500 fl. — Ruß.poln. v. 1835, bei Fränkel u. Epstein in Warschau, 150 Mill. fl.poln. — Nassau 1837, bei M.A, v. Rothschild u. S-, 2-600000 fl,
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