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2 (1851)
Entstehung
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setzllcher Form gemacht, auch größtenthcils unredlich verschleudertworden. Hiedurch entstand 1841 ein ungeheures Sinken der Schuld-scheine mehrerer Staaten, bis auf ungefähr 20 Proc. (SiebenStaaten sind schuldenfrei.) Daher klagte der Präsident Tyler(Botschaft v. Dec. 1812), daß die Union nicht vermocht habe, inEuropa eine Anleihe zu Stande zu bringen, obschon europ. Regie-rungen um niedrigeren Zins geliehen bekämen. Im I. 1818 ver-weigerten noch Mississippi, Florida, Michigan und Arkansas dieBezahlung, 5 andere erkannten ihre Verbindlichkeit, waren aber imRückstände. Die Schuld der Staaten wurde zu >65 170 Mill. D.angegeben, nach neueren Nachrichten zu 208 Mill. Vgl. v. Rau-mer, Die verein. St. v. Nordam. I, 106, Nopitsch, Kaufin.Berichte, S. 385. 1849.

Z. 484.

Weitere Bemerkungen über den Staatscredit.

1) Es ist nicht vorherzusehen, wie weit sich der Eredit eineswohlgeordneten und regierten Staates erstrecken könne.Ein Zusammentreffen günstiger Umstande hat ihn biswei-len,;. W. in Großbritanicn, auf eine ganz unerwarteteHöhe gebracht (»).

2) Die Ausdehnung des Creditcs drückt sich zunächst in derGröße der Summe aus, die eine Regierung geliehen erhal-ten kann, unter übrigens gleichen Umständen auch in demniedrigen Zinsfüße bei den Staatsanleihen, doch könntez. B. eine große Anhäufung von Capitalen oder eine Sto-ckung in den Gewerben eines Landes der Regierung dessel-ben wohlfeilere Anleihen verschaffen, ohne daß sie gera-de mehr Eredit genösse als andere. So ist auch das Stei-gen des Zinsfußes bei neuern Staatsschulden nicht immerein Zeichen des abnehmenden Ercdites, weil es auch von derVerminderung der verleihbaren Summen herrühren kann.

3) Viele Negierungen sind der Versuchung unterlegen, vonihrem Credite Gebrauch zu machen und haben, da sie für diegeborgten Eapitale zuvörderst nur die Zinsen aufzubringcnbrauchten, Schulden zu überflüssigen oder doch unnölhigenAusgaben gemacht. Von diesem Mißbrauche des EreditSin guten Zeiten muß die Erwägung der langwierigen An-strengungen, die eine Schuld bis zu ihrer gänzlichen Abtra-gung erfordert, und der Gedanke, daß man sich durch leicht-