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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
Entstehung
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in den beiden nächsten Jahrhunderten nach dem Ende der Krcuzzügc. gZA

sich dann abgeschwächt auch den Nachbarreichen mitthcilte. Hinsichtlichder Verfassung war Norwegen am meisten bei uralter Eigenthümlichkeitverblieben, indem hier der freie Bauernstand neben wenigen Resten alterHänptlingsgeschlechter und den Bürgern vereinzelter Städte die Masseder Bevölkerung bildete, wogegen Dänemarks Verfassung der deutschenähnlich geworden war und in Schweden sich aus den Resten der Häupt-lingsfamilien und den Reicheren unter den freien Bauern ein Adelgleich dem Lehensadel gebildet hatte. Nach vielfachem Wechsel der Ver-hältnisse zwischen den drei Reichen machte eine Vereinigung den Ver-such, wie weit aus ihnen ein großes skandinavisches Reich zu bildensei. Die Gemeinschaftlichkeit der Regierung überwand aber nicht diegegenseitige Abstoßung, und das Ergebniß war schärfere Trennung. Innoch größerer Entfernung von den Brennpunkten der Bildung, als dienordischen Germanen, wohnten die slavischen Russen, vom schwarzenMeere abgeschnitten, von den Ländern der Cultur durch Ungarn, Polenund Lithauen getrennt, von der Ostsee her nur durch die Hansa erreicht,unter sich vielfach getheilt, und durch die Mongolen, die man auch Tar-taren nannte, geknechtet. Der Verfall der feindlichen Macht in Kaptschakmachte eine Erhebung von einem der vielen Fürstenthümer über dieandern möglich, und es entstand ein russisches Reich, welches dein ausConstantinopel überkommenen schismatischen Kirchenthume anhing, aberungeachtet des Gegensatzes, in welchem es hierdurch zu der übrigenChristenheit stand, sein Augenmerk auf die in der Zivilisation des Westensfür Befestigung des Staatswesens gegebenen Mittel richtete.

2. Die Fortsetzung des Kampfes mit den Mauren fiel seiner Lageund seiner Ausdehnung nach zunächst dem kastilischen Reiche zu. DerGang dieses Kampfes brachte lange keine entscheidenden Ereignisse. DasKönigreich Granada war zu schwach, um die Christen aus der einge-nommenen Stellung zu verdrängen, und das kastilische Reich oft durchinnere Zerwürfnisse verhindert, den Kampf anhaltend und nachdrücklichzu führen. Für die Mauren kam es immer darauf an, sich in Ver-bindung mit den Stamm- und Glaubensgenossen in Afrika zu erhalten.Das Reich der Meriniden war zwar nur vorübergehend in einem Zu-stande, welcher es gestattete, mit erneutem Feuer religiösen Eifers dieWaffen nach Europa zu tragen, doch wurden in Folge seines Verhält-nisses zu dem diesseitigen Maurenreiche die an der Meerenge gelegenenStädte Gibraltar, Algesiras und Tarifs, deren Gebiet den westlichenTheil des Reiches von Granada bildete, das Hauptziel der kastilischenAngriffe, weil man durch ihre Eroberung den Zusammenhang der beidenfeindlichen Reiche zu zerreißen hoffte. Die ersten inneren Kämpfe, dieCastilien zu überwinden hatte, rührten von den Ansprüchen her, welchedie Söhne des ältesten vor dem Vater gestorbenen Sohnes Alphons' X.,