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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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go Das römische Reich unter den Imperatoren.

als er und Placidia, welche beide des Aetius List erkannt, sich versöhnthatten, war das Unglück nicht mehr abzuwenden. Er weigerte nun dieVerbindung mit den Vandalen, wurde aber, nachdem er eine Nieder-lage erlitten, in Hippo belagert, wo um diese Zeit der große Kirchen-lehrer Augustinus als Bischof starb. Er verließ Afrika und die Vandalenbreiteten sich ungehindert aus. Im Jahre 439 fiel auch das seit Au-gustus' Zeit wieder aufgeblähte Carthago in ihre Hände und es war einneues germanisches Reich begründet, auf welches im Jahre 441 vonSeiten des oströmischen Reiches vergebliche Angriffe gemacht wurden.Die Rohheit dieses Volkes brachte unendliches Weh über die Bewohnerder Provinz und der religiöse Gegensatz, in dem sie sich als Arianer zudenselben befanden, erzeugte blutige Verfolgungen, während die gleich-falls arianischen Gothen ihre römischen Unterthanen in dieser Hinsichtungekränkt ließen. Ungeachtet sich hier keine geregelte Verfassungbildete, erwuchs das Reich zu einer für Italien furchtbaren See-macht und brachte im Lause der Zeit die italischen Inseln in seineGewalt. Als Bonifacius nach Italien znrückgckehrt war, kam es zwischenihm und Aetius zu einem förmlichen Kriege. Aetius ward vertrieben,kehrte aber mit einer Schaar von Hunnen zurück und behauptete, daBonifacius inzwischen gestorben war, fortan die erste Stelle im Reiche.Seine Thätigkeit war der Bekämpfung der in Gallien sich ausbreiten-den Germanen gewidmet. Die Westgothen, über die seit 419 Theodorichregierte, drangen gegen Narbo vor und unter den Franken setzte derStamm der Salier unter Clodio von der unteren Maas her sich inBesitz des ganzen Nordens bis gegen Armorica hin. Nach Britannienkonnte Aetius, so dringend die Bewohner baten, seine Wirksamkeit nichtauödchnen. Dadurch wurden die Sachsen dort heimisch. Denn da diePikten und Skoten das Land mit fortwährenden Raubzügen heimsuchten,gedachte man mit Hülfe der über die See in gleicher Absicht kommen-den Germanen sich ihrer zu erwehren. Zwei Gefolgsherren, Hengistund Horsa, erhielten für die Hülfe, die sie leisten würden, eine Nieder-lassung an der südöstlichen Ecke der Insel. Die Beschützer wurden dieHerren des Landes. Es folgten anderthalb Jahrhunderte hindurch immerneue Schaaren und sowohl die Stärke der sich nach und nach im Landeanhäufenden Anzahl, als die gewaltthätige Art ihres Verfahrens bewirkteeinen Umsturz alles dessen, was die römische Herrschaft gegründet hatte.Die lateinische Sprache verschwand von der Insel. Die Britten, die vonden Ankömmlingen immer mehr nach dem äußersten Westen der Insel ge-drängt wurden, kehrten zu ihrer ursprünglichen Sprache zurück und die An-kömmlinge erhoben ihre eigene zur Herrschaft. Auch die christliche Kirchewiderstand nicht dem feindlichen Andrange und so weit die Herrschaftder Fremden reichte, kehrte das Heidenthum wieder. In der neuen