Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

Allein sie waren in der damaligen Zeit ein ganz gewöhnlichesMittel, um die Thatsache zu ermitteln. *) Diese Eide wurdenentweder auf dem Altar, oder auf dem Reliquien-Kasten einesHeiligen, geschworen. Nach den Gesetzen der Alemannen leg-ten bei diesem Eid die Geschwornen (surstore^ ihre Hand un-mittelbar auf den Reliquien - Kasten, und zwar so, daß Einerdie Hand über die des andern, und der Angeklagte die scinigezu obcrst über die aller Geschwornen legte, und letzterer alleinund im Namen Aller die Worte des **) Eids aussprach. DieZahl der Geschwornen lsuratoros) war nicht willkührlich, son-dern durch das Gesetz bestimmt. Je schwerer das Verbrechenwar, wovon es sich handelte, desto größer mußte auch die Zahlder Geschwornen seyn, die sowohl der Ankläger als Angeklagtestellte. In den Gesetzen der Barbaren, und eben so in den Ca-pitnlarien findet man eine große Menge Beispiele von Anwen-dung dieser letzten Regel. Um nur Eines anzuführen, so mußteEiner ***) der angeklagt war, eine reife Erndte vom Feld

cito HON kisnt, 86d unu8gui8hll6 sudex prius csuskm»versoiter cogriosost, ut eum veritas latoro »ou xossit,neu cito sscrsments venisnt."

*) Dieses ging sogar in die kanonischen Rechte über. Inno-

cent. III. I^sps in csp. d6 te8tidu8, d6 purZstionu osno-nicsIlli ^ui sd pulAgndsm r>Iieuju8 inlsmism indu-cuntur, id 8vlum ton6ntur surgm6nto birmsi'6 , guod-veritstem orodunt 6um dicei'6, gui ^urgstun." Vid.

LiAnon. Xot. ed. Älsreulpk. gp. Lslus. tom. II. 923-

**) I.ex Xlsrngn. tit. VI. 7. sp. Ilslu 2 . tom. I. p. 59.I8tsssvlsments dedont 6886 sursts, ut illi oonjurstor-68 nin-

NU8 8US8 8U^6r 6SP83IN ^onsnt, 6t ille 8vlu8, cui 63U8Uroguiiitur, vords tsnlum dicat ut 8up6r omnium msnuslnsnum 8USM ^onst, ut 8io illi deu8 sd)uv6t vel illsoroliguisu sd ills8 msnu8 ^uss compr6ll6N8S8 dsliet utdo ills 6SU8S, und6 inturpellstus 68t, oulpsdilis nun sit."

***) Uex Lssuvar. tit. XII. 7.8igui8 m6S86m ssm mstursmin gAl'o kuisvorit . . . . si nogsro voluorit, eum 86X8scism6ntslibu8 juret . . . . " (ibid 8 )8i^ui8 i»6886lnslteiiuü initisverit mslelieis srtibu8 .... 8i N6gse6voluorit, eum duodeoiin ssorsmentslilrus sueet ete."Daher kommen die AusdrückeUllies, lertis, c^usrts ms-