Erster Abschnitt.
Von der Französischen Gerichts-Verfassung unterden beiden ersten Königs-Geschlechtern überhaupt, sowie von der unter den ersten Königen des drittenGeschlechts: von dem Anfang der Monarchie bis zuder höchsten Ausdehnung der Macht der Lehns-Barone;ungefähr v. I. 480 —1108.
§. 1 .
Unter den beiden ersten Königs - Geschlechtern ward dieGerichtsbarkeit auf den zu Lehn verliehenen Gütern von denLehnsträgern, auf den Besitzungen der Krone hingegen vonKöniglichen Beamten, die nach Abstufung ihres Rangs undihrer Macht, Hundert-Richter (oentonsrü, cemoniorO, Grafen(oomitos, grstionos), königliche Sendboten (miszi clominioi)hießen, ausgeübt. *) Das Land war nämlich in Grafschaften,(oomitatus, xsAl), (Marken, Feldmarken), und jede derselbenwieder in kleinere Distrikte **), wovon jede eine Hundertschaft,
*) Man findet sie aufgezahlt in dem «liplom. (Uipin. Ugj. äom.)pro 8to. V)'oni8. gpuä Lslur. wm. II. p. 955 „OmnibusLpisoopis, ^bbgtibus, Oomitibus, Oomoslicis, Ornkionibus,Vegsriis, Oontonsriis, vel omnibus missis N08tris cliscur-rentibus, seu ^uscun^uo juclioinria poteststo prsoclitis oto.^Der Vasallen (v»88i) geschieht hier noch keine Erwähnung.Allein in dem Ospitulsr. Osrol. LI. scl s. 779 heißt escsp. 21 „8i VS88U8 nostor justitiss non kooorit, tuno oto."
**) Ospitnlsr. lib. IV. osp. 23 „si tgmon contentio, c^uso in-tor eo8 oxorta 68t, in conllnio cluorum oomitatnum (uo-rit, licest eis llo vioina centons säjsvLntis oomitatuz säcsu8am esm testos bsboro."