schen Gesetz mit zweihundert Goldstücken loskaufen. Nur Ver-brechen gegen die Sicherheit des Staats und gegen das Ober-haupt desselben, waren nach einigen Gesetzen davon ausgenom-men. „Wenn Einer seinen Herzog tödtet, sagt das Gesetz derBayern, * *) so gelte sein Leben für das des Herzogs, er em-pfange den Tod, den er gegeben, und sein Vermögen gehöreauf immer dem Staat." Au einer andern Stelle aber bestimmtes ausdrücklich, „kein Verbrechen sey so schwer, daß dem Schul-digen nicht das Leben **) gelassen werde." Wenn Einer nichtim Stande war, das Sühnegeld zu bezahlen, so konnte er sichstatt dessen auch in die Knechtschaft derjenigen, die es an ihnzu fordern hatten, begeben. ***) Nach dem Salischen Ge-setz ****) konnte er sogar, wenn er selbst zu arm war, seineAnverwandten zwingen, das Sühnegeld für ihn zu bezahlen.Dieses geschah unter einer höchst lächerlichen Ceremonie, welcheOlirsneoiuds oder Obren-Lende genannt ward. Nachdemnämlich der Schuldige 12 Zeugen (jurswres) dafür beigebracht,
7 dvnsr. (für ein gestohlenes Schaf) bis zu 1800 solid.,(für die Ermordung Eines, der in tröste dominies war),stieg.
*) Lex Lsjnvsr. tit. Ik. esp. 2; id. tit. esp. 1. H. 3. „Ltnullus Lsjuvsrins slodem snt vitsm sine espitsli eri-mine perdst, id est, si snt in neeem dnois eoneilistnstnerit, snt inimieos in ^rovinoism invitsverit, snt civi-lstem espers sl> extrsneis msebinsverit, et exinds ^ro-bstns inventns luerit, tuno in dnois potestste sit vitsipsins, et omne» res ejus et ^strimonium."
**) Lex Lsjnv. Vit. I. esp. 7. §. 3. „Rolls sit enl^a tsmArsvis, ut vits non oonoedstnr propter timorem dei etreverentism 8snotornm, Hnis Dominus dixit. <^ni di-iniserit, dimittetur ei. (^ui non dimiserit, nee dimitte-tur ei."
***) Lspitulsr. lil». III. esp. 65.
****) Lex 8sl. 1'it. 61- Dasselbe ward indessen schon i. I. 595vom König Cbildebert abgeschafft, vsoret. Lbildebert.osp. 15. (sp. Lsluri. tom. 1. 20 ) „Os Lbreneoruds
lex, Husm ^gAsnornm tempore observsbsnt, deinoe^snnn^usm vslest, ^nis per ipssm eeeidit multorumxolestas."