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Grafen, *) waren öffentlich. Das Wahrzeichen derselben warein aufgebanster Schild. **) Die Parthcicn und übrigen An-wesenden durften aber weder mit einem Schild noch mit sonsti-gen Waffen vor Gericht erscheinen, (klgpitulsi-. 3tium. a. 806.vsp. 1.), worin also die damaligen Sitten schon von denen derältesten Deutschen abwichen, wovon Tacitus (ä. mor. Oer-msn.13) sagt „l^iliil nogire pllblioso noguo privstso rei, nisi«rmsn, sgunt." Die Grafen mußten ihre Sitzungen nüchternd. h. ohne Etwas gegessen zu haben, halten. ***) — Was nunnoch das innere Wesen des gerichtlichen Verfahrens betrifft, s»
rischen Gesetzes (tir. 32). Nach derselben begab sich derGraf in das Haus desjenigen, der nicht erschienen war,und pfändete ihn; es sey denn, daß er Bürden stellte, daßer vor der Person des Königs erscheinen wurde.
*) Ou-Lsngs sä voc. Oomos kslst. In vita 8t!. krgejooti:„sll pglutium proporst, et, nt m 08 ost, apicl i-ogis sn-Isni, in loec», ubi osusss ventilsntnr, inteoiit. "
8sl. emenst. tit. 48- „Hoo convenit obsoi-vgre, nrNnnAinns vol oentsnsrius ingllnm inclioent et «outurnin ipso msllo Iisbesnt. " Der Gebrauch, bei den Ge-richtssitzungen einen Schild aufzuhängen, erhielt sich lange.Man sehe Iüocsl-3. I,oA. I'r-gnooi'. 8sl. p. 88. „keictu-
rst llio rnos in 8sla Lnringinns llocliogus ut prooer-esjns lliotnri consillant srmsti. I^xststgun votu8 ^inturnjgm snto snnos äelinests, in guc> vi8itui- vomes
Hünnonise in 8sls 8un ro8i<len8 , 8vutu slts 8uprs 8oli-um 86>Ienti8 clepioto, ipgo mecliu8 oon8^ioitu>? intveäuoclevim pgros, ^uibu8 8inguÜ8 aä gvnna sua item8tnnt 8outa enlll in8ignibu8."
***)<?..,pitulLr. s. 803. csp. 15- „ . . . . Ut nnllu8 ebrins
8USIN VSN85IIN P088it eonguirero in msllo, nee t68timo-niurn clioere. I^eiue comk8 xlsoitnin liLbsst ni8i jeju-
nn8." Man könnte hier das Wort jejunu8 vielleicht nurals Gegensatz von ebriu» ansehen. Allein an einer andernStelle (Lspitlll. prim. s. 809. esp. 16.) wird ausdrücklichgesagt, die Zeugen dürften ihr Zeugniß nur „sntegusmvomeäei-int" ablegen. Die Sitte, daß die Richter in denSitzungen nüchtern erscheinen mußten, erhielt sich lange inFrankreich. Sogar in den letzten Zeiten vor der Revolu-tion, zeigte sich noch eine Spur davon in der Sitte, daßCriminalfacheu nur Vormittags vorgenommen wurden.