Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
XVI
Einzelbild herunterladen
 

träger es dahin, daß die Lehen gar erblich wurden. *)Von nun an betrachteten sich die Vasallen als völligeEigenthümer der Lehen. Oft verliehen sie einen Theilderselben wieder an andere zu Lehen, welche dadurchihre Vasallen wurden. Diese letzter» verfuhren oft ebenso, und so bildete sich eine Reihe von Besitzern, vonwelchen, den ersten und letzten abgerechnet, alle zugleichLehnsherrn und Vasallen waren. Dadurch ward zwi-schen den König, welcher der ursprüngliche Eigenthümerder Lehen war, und die verschiedenen Besitzer eine solcheMenge Zwischenpersonen eingeschoben, daß sie den erstemganz aus dem Gesichte verloren, und nur auf ihrenunmittelbaren Vormann sahen. Die Königliche Macht

*) Dieses geschah nicht auf einmal, sondern nach und nach.In Frankreich scheint Ludwig der Fromme der erste gewe-sen zu seyn, der erbliche Lehen verliehen hat. DerselbeFürst hat aber auch an Mehrere Lehen, ohne das Recht sieauf ihre Nachkommen vererben zu können, verliehen. InDeutschland sind die kleinern Kriegslehn zuerst durch eineallgemeine Verordnung von Konrad dem Salier, llo llat.Mailand den 28. Mai (v. Lal. llun.) s. 1037 erblichgemacht worden. Ueber das allmählige Fortschreiten derRechte der Lehntrager kann man nicht leicht eine kürzereund gründlichere Belehrung erhalten, als aus den Lehn-gcsetzen selbst. I- koull. 1 ot 2 . ^nti^ui 88 imo tom^oio(loullum) 8 io erst in llorninorum pote 8 tatö eonnoxurn, utguanllo vollont, p0886nt aulerro rorn in loullum a 80 lla-tam. Uo 8 toa voro eo ventnm 68 t, ut ^>er annum tantuinlirmitstom baberont. Doinllo 8 tstutnm 68 t, ut u 8 guo allvitam 1 illeli 8 prolluooi otur. 8 oll oum lioc jure 8 uoeo 88 io-ui 8 all 1 iIio 8 non portinorot, 8 io progr 088 um 08t, ut all1 ilio 8 llovonirot: in guom 8 oilioet llominu 8 Iioo vollst l»e-nelioium conlirmare. <^uoä Iioäie ita stabilitum est utall onin 68 gogualitSr voniat.

6um voro 6onraäu8 Ikomanl pro6ci80orstuk, potitum« 8 t a 1 illolil>u 8 , gui in esu 8 erant 8 örvitio, ut loge ab» eapromulgsta, Iioo etiam all nopoto 8 ox silic» prolluooro lli^-naretur, et ut lrator lratri 8 ino loAitimo llaorolle llolunotofvel siliu 8 ) in benoticio, gnoä oorum s>atri 8 luit, 8 uoeeclat.8 in autom unU8 ox lrstril>u 8 a llomino leullum aoce^erit,eo llolunoto 8 ino lozitimo liasrollo, alter lrater non suo-cellit, ni 8 i sioo nominatim äiotum sit.^