XIII
kömmlingen dieser Franken sey der nachhenge Adel ent-standen , wogegen die unadelichen (> olurie»), sowohlBauern als Bürger, die Nachkommen derjenigen serm,welche Gallien vor dem Einfall der Franken bewohn-ten. Diese Meinung, obschon auf den ersten Anblicknicht ohne Wahrscheinlichkeit, halt doch eine nähere
*) An diesem Gegenstand haben sich viele, besonders französi-sche Gelehrte versucht, unter Andern der Graf Boulain-villiers (i>lsmoirs8 Iii8toriqu68 8ur I'etst sie !s k'rsncs),der Abt Dubos (Iii8toirs eritigus ste I's'tsl>Ii886ment äsla monai obis l:gns,ii86 st»n8 Ie8 6auls8) , Montesquieu(S8prit sts8 loix liv^ 28, 30, 31), der Abt Mably (ol>8si--vstion8 8Ur I)li8toire äs bchsnos). Der Erste (Voulain-villiers) hält dafür, die alten Bewohner des Landesseyen bei der Eroberung alle zu Sklaven gemacht wor-den. Der Zweite (Dubos) hingegen behauptet, Chlod-wig sey nicht als eigentlicher Eroberer in Gallien einge-drungen, sondern von den Einwohnern gerufen worden,um sie von dem Joch der Römer zu befreien. Daher habenach der Eroberung eine völlige Gleichheit der Rechte zwi-schen beiden Völkern statt gefunden; welches letztere indes-sen durch alle historische Denkmale widerlegt wird, wiedenn z. B. nach dem Salischen Gesetz ein geringeres Sühn-geld für den Mord eines Römers als für den "eines Fran-ken bezahlt ward. Montesquieu gibt beiden Unrecht. „iVlr.Ie oomts äs lZ»ul3inviIIier8 st LI. l'sbbe 11ubo8 ont l'gitsllseun un 8V8tsmo, stont I'un 8sml»Is stre uns conjurg-tion contra Is tisrr vtst, st l'sutre uns conjurution controla noble886" S8pr. <lv8 loix. liv. 30. cbspit. )0)> Mon-tesquieu, der dem Adel sehr günstig ist, wird seiner Seitsvon Mably widerlegt. Soviel scheint wenigstens erwiesenzu seyn, daß es unter den Franken keinen Erbadel gab,da sich alle für gcborne Edle hielten. Die sogenanntenAntrustionen oder Getreuen (gui in tru8ts vel liste stomi-niea ersnt) erwarben ihre durchaus persönlichen Vorrechtedurch eine besondere Treue, wozu sie sich gegen den Königverpflichteten. So findet man bei (Llsrouifl lorrnul. cnjngtitulu8 68t: sto reAi8 gntru8tiono) „rsotum 68t, ut guinvbi8 listem polliesntur inlge8k>m, N08tro tuesntur »uxilio.Llt guia illo listeli8, stso propitio, no8tsr una sum srima-nis 8u» in msnu n08tra tru8tern et listslitstem nol»i8 vi8U868t 6onjur-s88e, prsetereu per prss86n8 prseeeptum jube-MU8, ut steinssp8 lusiuoratus illo iu uurusro satrustionuu»