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erwähnt, ebenfalls aus den Trümmern des alten Reichsder Burgunder entstand, enthielt die zwischen der Saoneund Rhone gelegenen Theile desselben. Die Herzogevon Burgund, die mächtigsten unter den Vasallen derKönige von Frankreich, erloschen erst im I. 1477 mitKarl dem Kühnen. Nach dessen Tod bemächtigte sichder König von Frankreich, Ludwig der Eilfte, des eigent-lich sogenannten Herzogthums Burgund, als eines erle-digten Reichslehnö. Der andere Theil der StaatenKarls des Kühnen ging auf seine einzige Tochter Ma-ria über, die noch in demselben Jahre, worin ihr Va-ter starb, an den Erzherzog Maximilian von Oestreich(nachherigen Kaiser) vermählt ward. *)
Der zweite Barbaren - Stamm , den Chlodwig inGallien vorfand, die Westgothen hatten im I. 419,durch einen Vertrag mit dem Kaiser Honorius, von die-sem Aquitanien, von Toulouse an bis zum Ocean, zuihrem Wohnsitz angewiesen erhalten. Es scheint, daßdie Länderstriche, die späterhin Toulousain, Agcnois,Bourdelois, Perigord, Saintonge, Aunis, Angoumoisund Poitou hießen, zu ihrem Reich gehörten, dessenHauptstadt Toulouse ward. Die Gothen führten eben-falls eine regelmäßige Staatsverfassung ein. Sie er-laubten, eben so wie die Burgunder, den Römern, diesie in ihrem Lande vorfanden, nach römischen Gesetzenzu leben. Im I. 506 ließ sogar der wcstgothische Kö-nig, Alarich der Zweite, eine Sammlung der damalsim römischen Reich geltenden Gesetze machen, damit sieseinen römischen Unterthanen zum Gesetzbuch dienensollte. **) Allein kurz darauf im I. 507 geriet!) Ala-rich mit Chlodwig in Krieg, und verlor in der Schlachtbei dem Dorf ChampagnO-Saint-Hilaire, zehn Meilen -von Poitiers, Thron und Leben. Chlodwig ward imI. 508 ohne Widerstand Herr von Aquitanien und
^ *) Hierdurch kamen die Niederlande an Oestreich.
**) Von dieser Sammlung wird in dem dritten Abschnitt näher^ geredet werden.