227
C. D arstellung des chromsauren Kali’s.
Die, in den Künsten und Gewerben Anwendungfindenden, Chrom - Präparate ist es in der Regel erforder-lich, zuvor chromsaures Kali anzufertigen.
Der Chromeisenstein, welchen man allgemein zurDarstellung des chromsauren Kalis zu benutzen pflegt,wird im möglichst zerkleinten Zustande mit dem Doppel-ten seines Gewichts salpetersauren Kalis geglüht. DurchZersetzung der Salpetersäure werden die im Cliroineisen-stein enthaltenen Metalle oxydirt, namentlich wird dasChrom in Chromsäure, welche sich mit dem, aus demSalpeter freigewordenen, Kali zu chromsauren Kali ver-bindet, umgewandelt. Letzeres wird nun aus der ge-glülieten Masse durch Behandlung mit Wasser ausgezogen.Die erhaltene Flüssigkeit ist also der Hauptsache nacheine Auflösung von chromsaurem Kali. Da aber die er-zeugte Chromsäure alles freigewordene Kali nicht zusaturiren vermag: so enthält die genannte Flüssigkeit inder Regel auch freies Kali, und in Folge dessen denn aucheine kalische Solution von Kiesel - und Alaunerde. Esist für diesen Fall nolhwendig, jene erhaltene Flüssigkeitbis zur sauren Reaclion zu versetzen mit Salpetersäure,wodurch die geuannten Erden, falls dergleichen vorhan-den waren, gefällt werden, und dann durchs Filtrnm ge-schieden werden müssen. Die fillrirte Flüssigkeit zurTrockne verdunstet lässt einen Rückstand, der nun inWasser wieder aufgelöst, eine Solution von neutralemchromsaurem Kali darslellt.
# Darstellung der chromsauren Bleioxyde.
15 *