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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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mit welchem sich das Platin zu sehr vielen und sehr wich-tigen Zwecken anwenden Hesse.

B. Proben auf Platin,i. Platinprobe auf dem trocknen Wege.

Die Platinprobe auf dem trocknen Wege ist nur daanwendbar, wo so viel Gold und Silber, oder eins vonbeiden in dem zu untersuchenden Fossile zugegen ist, dasses eine leichtflüssige Verbindung darstellt. In solchemFalle verfährt man wie bei der Cupellation des Silbers undGoldes, Der bleibende Rückstand aus Platin und Goldoder Platin und Silber, oder Platin, Gold und Silber be-stehend, wird dann in Salpeter-Salzsäure aufgelöst. DieAuflösung wird durch Verdampfen bis zur Trockne vonder freien Säure befreit, der Rückstand in Wasser aufge-löst, und nach derWiederaufiösung gefällt durch Salmiak-Solution. Das niedergefallene gelbe Piüver wird geglüht,und das Platin bleibt im reguliniscken Zustande als einegraue schwammige Masse zurück.

2. Platinprobe auf dem nassen Wege.

Das sogenannte Platinerz wird, unter Application vonWärme, aufgelöst in konccntrirter Salpeter-Salzsäure.Die Solution wird durch Eisen, Kupfer, Kali, Natron,oder am besten durch Salmiak gefällt, der erhaltene Nie-derschlag wird geglühet und lässt als Rückstand regulini-sches Platin.

C. D arstellung des Platin - Schwamms.

i. Methode. Früher bediente man sich zur Dar-