Druckschrift 
Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
Entstehung
Seite
215
Einzelbild herunterladen
 

iningo,welche in einem Tlionerde- lialligcm Sande, nebeneinem Hyacintli - ähnelnden Gesteine, Vorkommen, ent-halten 0,02 Palladium; 0,025 Rhodium, von den übrigenbereits namhaft gemachten Metallen und vom Schwefelnur Spuren (nach Wollaston jedoch kein Gold undkein Silber).

Die Goldgruben Brasiliens liefern Platinakürner, wel-che Spuren von Gold, Silber, Palladium und Irridiumenthalten.

Ausser den genannten Gegenden Americas findet mandas Platin noch in Spanien, und in bedeutenderer Mengeim Russischen Kaiserreiche, z. B. im Ural. Das Spani-sche Platinerz ist: als Bestandteil eines, dem Fahlerzeähnelnden, Silbererzes zu betrachten, welches, mit Rolli-giiltigerz, in lvalk, zu Guadalkanar unweit Almaden inEstremadura bricht. Es enthält höchstens nur 10 p. C.Platin, und besteht, demUebrigen nach, aus Silber, An-timon (und Arsenik), Eisen, Kupfer, Blei und Schwefel.

Im Ganzen ist also bisjetzf die Verbreitung des Pla-tins auf unserer Erde nur gering befunden, und die An-wendung des Platins, in den Künsten und Gewerben, istdeshalb noch immer sehr beschränkt geblieben. Mit Si-cherheit lässt sich aber voraussehen, dass die wichtigstenEntdeckungen, hinsichtlich des Vorkommens und derFundorte, des in Rede stehenden Metalls noch zu machensind und gemacht werden. Es ist: dieses auch sehr zuwünschen, da keins der übrigen bekannten Metalle soviele Vollkommenheiten besitzt," und man schon jetzt dieUeberzeugung von dem grossen Nutzen gewonnen hat,