oben mit Kohlen umschüttet, deren Zug durch einaRöhre in der Hinterwand unterhalten wird. Wenn nundas Feuer bis auf den gehörigen Grad gestiegen ist, soläuft oder seigert das mit dein in Fluss gebrachten Sil-ber oder Gold angeschwängerte Blei geschmolzen in denHeerd, und von da in den Tiegel.
Man sieht leicht ein, dass der glückliche Erfolg die-ser Arbeit von der gehörigen Regierung des Feuers ab-hängt, und dass dies gegen das Ende der Operalion ver-mehrt werden muss. Die übrig gebliebenen Kupferstiicke,welche sehr am Umfange abgenommen haben, und sehrporös geworden sind , heissen „Kienstöcke“ oder „Frisch-kienstöcke“. Sie haben in der gelinden Hitze noch nichtalles Silberhaltige Blei verloren; man bringt sie daher inden Darrofen (eine Art Seigerofen mit mehreren abhän-genden Gassen), in welchem die Kienstöcke mit mehrererHitze behandelt werden können, und wo das Werkbleiebenfalls in die Gassen herabträufelt. Das völlig ausge-seigerte Darrkupfer oder die „Darrlinge“ werden zu Gahr-kupfer geschmolzen; oder wenn sie schon Gahrkupfersind: so werden sie durch Hammerschläge von der schwar-zen Kruste, dem sogenannten „Pickschiefer“, befreit, undwieder umgeschmolzen. Das beim Seigern und Darrenerhaltene Werkblei wird dann auf die bekannte Weiseabgetrieben, um die edlen Metalle aus ilun zu erhallen.
Darstellung des Kupfers auf nassem Wege, oderdurch die Cemenlation. Das auf nassem Wege darge-stellte Kupfer wird Cementkupfer genannt, und die Art,das Kupfer auf dem nassen Wege darzustellen, heisst dieCementation. Das Cementkupfer wird gemeiniglich au9