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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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auch das Gold und das Silber enthalten, welches dieErze besassen, und kann, wenn es sich der Mühe undKosten lohnt, entweder durch die Seigerung, d. i. durchAusschmelzen mit Blei, oder durch die Amalgamationdaraus abgeschieden werden, ehe man. das Schwarzkupferin Galirkupfer verwandelt.

Das Gahrmachen des Kupfers ist ein Oxydations-Process, der mit dem sogenannten Eisenfrischen viel Aehn-lichkeit hat. In England bedient man sich zum Gahr-machen auch der Flammöfen; in Deutschland aber sinddazu ein Paar andere Apparate im Gebrauche, nemliclider kleine und der grosse Galirheerd. Der kleine Gahr-heerd ist ein gewöhnliches Essenfeuer, wobei der Windbeständig auf die Oberfläche des Schwarzkupfers blässt,wobei das Blei, Arsenik u. dgl. fremdartige Beimischun-gen oxydirt werden. Da aber bei diesem Processe zu-gleich auch viel Kupfer mit oxydirt wird: so werden dieSchlacken, welche 'man mit eisernen Instrumenten ab-hebt, bei anderen Schmelzungen wieder zugesetzt, oderfür sich in Krummöfen zugute gemacht.

Um zu sehen, ob das Kupfer wirklich gahr sei, hebtman durch Eintauchen eines Eisenstabes, des sogenanntenProbeeisens, etwas heraus. Das herausgezogene Kupfer,welches den Eisenstab in Gestalt einer dünnen Rindeüberzieht, und derGahrspahn oderProbespahn ge-nannt wird, muss nicht nur äusserlich roth, sondernauch auf dem Bruche blassrosen rötlilich sein, und einigeDuctilität zeigen. Besitzt der Probespahn diese Eigen-schaften: so ist das Kupfer gahr, und das Feuer mussnun vermindert werden, indem man die Thätigkeit des