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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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Das Rösten des Bleiglanzes geschieht meistens in densogenannten Rösthaufen, in denen sich zu unterst dasHolz und über diesem das Erz befindet. Das Erz musszuvor zwar gröblich, aber nicht zu fein verkleinert sein,weil sonst die Luft nicht den nötliigen Zutritt erreichenkann. Ist der Schliech zu fein: so muss er mittelst Thonzu grösseren Massen zusammengehäuft werden. BeimRösten selbst bildet sich regulinisclies Blei, Bleioxyd undein Antlieil schwefelsauren Bleioxyds; ausserdem kannauch noch unzetsetztes Schwefelblei Zurückbleiben. Das-jenige Blei, welches beim Rösten reducirt wird, und dannim regulimschen Zustande von den Rösthaufen ablliesst,hat, weil man es für sehr rein hält, den NamenJungfern-blei bekommen. Das Rösten auf Röslstälicn ist mit demRösten in Rüsthaufen nahe verwandt, und unterscheidetsich davon nur dadurch, dass bei dem Rösten auf Röst-stätten der Rösthaufen mit Mauern umgeben ist. Diedritte und vorzüglichste Art zu rösten ist diejenige, beiwelcher' man das Rüsten in wirklichen Oefen vornimmt.Als solcher Oefen dienen Reverberir- oder Flammöfenmit flachen Heerden, welche dann ReverberirröstÖfen oderFlammröstüfen genannt werden.

Das Ausschmelzen der gerösteten Bleierze wird dannentweder in Flamm - oder Schachtöfen vorgenommen. -Der Schachtofen ist in Deutschland besonders in Anwen-dung, der Flammofen zuweilen auch wohl in Deutsch-land, am meisten aber in England gebräuchlich. Derzum Ausschmelzen dienende Ofen ist entweder derselbe,in welchem das Rösten vorgenommen wurde, oder er istein besonderer» Ist er derselbe, so wird gleich, wenn