werden vorher verkleinert, damit auch die kleinstenTheilchen mit der Luft in Berührung kommen können.Gemeiniglich wird der weisse Arsenik gelegentlich gewon-nen, hei Operationen, die als Hauptsache andere Metalle,mul die arsenige Säure nur als Nebensache bezwecken.Zu Reichenstein in Schlesien aber ist die Gewinnung derarsenigen Säure die Hauptsache. Sie wird daselbst ausArsenikkiesen gewonnen. Die Einrichtung der Röstöfen,welcher man sich dabei bedient, ist so, dass die Flammemit dem zu röstenden Erze nicht in Berührung kömmt,dass also auch die Feuerdämpfe und die Dämpfe des weis-sen Arseniks getrennt abgeleitet werden können — einUmstand, der sich bei den Oefen, die zur Calcinirung derKobalterze dienen, nicht findet.
Die Giflfänge pflegen gewöhnlich, des bessern An-setzens des weissen Arseniks wegen, alle 5o Fuss einmalgekrümmt zu sein. Sie ruhen übrigens auf steinernenoder hölzernen Stützen, und haben auf den Seiten Thü-ren, die während der, 7 bis 8 Stunden lang dauernden,Röstung verschlossen sind, durch welche man aber nachdem Rösten das Giftmehl herausnimmt. Das so erhalteneGiftmehl muss nun aber noch sublimirt werden, um esin zusammenhängenden Massen zu erhalten.
Diese Sublimation wird aus Gefässen vorgenommen,welche von Gusseisen verfertigt und mit blechernen Hel-men versehen sind. Bei dieser Arbeit kömmt es haupt-sächlich darauf an, dass man den gehörigen Hitzgrad treffe,bei welchem die arsenige Säure in einen weichen Zustandgeräth, und eine unvollkommne Schmelzung erleidet.Hat die so sublimirte arsenige Säure keine recht weisse