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werden in Vorlagen, oder in langen Canälen, oder inKammern verdichtet.
Im Zweibriickischen, am Oberrhein und in Böhmendestillirt man den Zinnober mit einem Zusatze von zer-fallenen Kalk; in Zweibrücken aus grossen eisernen Re-torten, und zu Horzowitz in Böhmen aus stehenden eiser-nen Cylindern, die mit Vorlagen aus gebranntem Thonversehen sind. Die Menge des zuzusetzenden Kalles be-trägt i oder ■£ von der Menge der Erze. Die Retortensind von der Gestalt, dass ihr Hals nicht gebogen ist. DasGemenge aus Erz und Kalk wird mit dem Einfiille-bleche in die Retorten gebracht, welche auf J leer bleibenund dennoch wohl 60 bis 70 Pfunde von dem Gemengeaufnehmen. Es wird dann eine Vorlage, in welcher manetwas Wasser vorgeschlagen hat, möglichst dicht ange-kiitlet. Solcher Fietorten liegen wohl 3o bis 5o in einemGaleerenofen. Sie können zu derselben Operation, wennman sie von Zeit zu Zeit wendet, wohl benutzt werden.In den Galeerenofen liegen die Retorten nach zwei Seiten,meistentheils in zwei Pieihen über einander. Die Feuerunggeschieht mit Steinkohlen. Nach Beendigung der Opera-tion findet man in der Vorlage laufendes Quecksilber undein schwarzes Pulver, oder die sogenannte Schwärze;beides wird besonders gesammelt) und die Schwärze beider nächsten Destillation wieder zugesetzt. Die Retor-ten werden ausgekratzt und von neuem gefüllt.
Das reiche Quecksilbererz zu Almadcn und zu Idriaist ein Zinnober, der selbst in kalkerdigem Gesteine bricht,und deshalb keines anderen Zusatzes zur Schwefelentzie-hung bedarf. Der Ofen, in welchem die Destillation an-